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31.05.2013
Heisse Druckerpressen, khles Gold und kalte Fakten
Teil 1
Autor: Prof. Dr. Hans J. Bocker

Genialer Papiertausch als wunderbare Erlsung vom bel

Bis zum Auftauchen dieses unangenehmen Quartetts der Ereignisse laufen im Prinzip die Gelddruckerpressen der EZB nach dem bewhrten Muster der Fed jenseits des Atlantiks heiss. Der frisch gedruckte Ausstoss wird teilweise auf Lastwagen verladen - wie im Falle der Zypernhilfe und per zuverlssiger Spedition zu den in Bedrngnis geratenen Banken in Form enormer Packen von Banknoten gerollt, um dem panikartigem Ansturm der Bargeldabheber nach ffnung der Bankschalter gewachsen zu sein. Unterwegs begegnet man in entgegengesetzter Richtung - also nach Brssel fahrenden - anderen LKW-Kolonnen der gleichen Spedition, die ihrerseits Tonnen um Tonnen frisch gedruckter Staatsanleihen der Pleitelnder geladen haben. Man winkt den befreundeten Kollegen im Fhrerstand auf der Gegenbahn freundlich zu. Diese nach Nordwesten rollenden Ladungen kauft dann die mchtige EZB auf. Die Fracht der entgegengesetzt rollenden Euromassen wird dagegen im dankbar dienernden Athen entladen.

Man tauscht also bunt bedruckte hbsche Papierchen aus: Frisches Geld aus den Druckern gegen frische Staatsanleihen der Pleitekandidaten, und darin besteht die Grosse Rettung. Doch halt, ganz so einfach ist es nun doch nicht. Man handelt inzwischen auch konomisch rational. Das heisst, dass ein Gutteil des Geldes nicht mehr in Form von Papierpacken per teuren LKW, sondern per Knopfdruck am Computer als reines Digitalgeld viel billiger und zeitsparender als Teil der neuen Zwangssparprogramme verschickt wird. Bravo! In den USA beispielsweise, zirkuliert nur etwa 10 % des binnenwirtschaftlichen Geldangebots (Grundlage: Der True Money Supply) in Form von Papierscheinen oder Mnzen. Der Rest sind unsichtbare bits und bytes. Sogar die Aufschuldungsprozesse werden jetzt rationalisiert.

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