Home/News

Bücher

  > Bücher Verlag JM

  > Bücher fremder Verlage

DVD Verlag JM

Videos

Artikel

  > Autoren

  > Cartoons

Verlag JM

  > Über uns

  > Links

  > Kontakt

Kulturgüter für Sammler zur Thematik Eidgenössische Bundesfeier
Echtgeld AG Echtgeld AG
Einrappen - Johannes Müller Schweizer Geld
OrSuisse Depositum Helveticum
 


DeutschFran¸aisEnglish

Warenkorb: leer (0.00 CHF)
> Jetzt bestellen

Artikel, Autoren


04.11.2014
Verstecken lasche Bilanzierungsregeln die Kapitalzerstrung?
Autor: Prof. Antal E. Fekete

Illiquide oder insolvent?
Wie der Berufsstand dieses Dilemma lste, wurde nie bekannt. Es kann mit Sicherheit angenommen werden, dass dieses Dilemma durch die kriegfhrenden Regierungen gelst wurde, indem sie den Banken verboten, ihre wahre finanzielle Situation zu offenbaren. In der Zwischenzeit wurde eine neue Buchfhrungsregel eingefhrt, die bei der Definition der Insolvenz sehr viel nachsichtiger war. Die korrekte Bewertung der Aktiven wurde aufgeweicht. Den Banken wurde erlaubt, ihre Staatsanleihen zum Nennwert zu bilanzieren, unabhngig vom tatschlichen Marktwert als ob sie diese jederzeit zu dem in der Bilanz aufgefhrten Preis verkaufen knnten. Ein neuer Begriff wurde kreiert, um die finanzielle Situation einer Bank zu beschreiben, in deren Bilanz Staatsanleihen ein Loch gerissen hatten. Eine solche Bank wurde fortan als illiquide, aber immer noch als solvent bezeichnet. Die Praxis, einer illiquiden Bank zu erlauben, weiter zu wirtschaften, bedeutet jedoch, einen gefhrlichen Kurs einzuschlagen. Es hat weitreichende Folgen, einschliesslich der Gefahr der Unterhhlung der Fundamente der westlichen Zivilisation. Die Skandale um Enron und Bear Stearns sind nur der Anstoss zum Zusammenbruch des Finanzsystems. Es ist klar, dass die jngste Subprime-Krise einen verzgerten Effekt der laschen, im Jahr 1914 eingefhrten Rechnungslegungsstandards darstellt.
Ich kann zwar nicht beweisen, dass es ein ungeschriebenes Gesetz fr Buchhalter gibt. Ich habe keine Erklrung, warum eine offene Debatte ber nderungen der Rechnungslegungsgrundstze nie stattgefunden hat. Offenbar gab es keine Austritte aus den Reihen der Buchhalter wegen des unethischen und gefhrlichen Charakters der neuen Praxis. Diese nderungen der Bilanzierungsvorschriften jedoch ebneten den Weg zur Selbstzerstrung.
Die dominierende Rolle des Westens beruht auf der moralischen berlegenheit der geistigen Riesen der Renaissance, darunter Luca Pacioli. Diese felsenfesten Prinzipien wurden jedoch nach und nach aufgegeben und die Kommandozentralen auf Treibsand verlegt; solide Richtlinien wurden von opportunistischen verdrngt: die westliche Zivilisation verlor ihren weltweiten Fhrungsanspruch. Es ist keine berraschung, dass sie heute vor den grssten Herausforderungen aller Zeiten steht.
Im Jahre 1921 fiel diese Praktik in Form einer Panik im US-Staatsanleihemarkt gnadenlos auf deren Urheber zurck. Doch niemand befasste sich mit dieser Krise (Ausnahme: B.M. Anderson, Finanz-und Wirtschaftsgeschichte der Vereinigten Staaten, von 1914 bis 1946, posthum verffentlicht im Jahre 1949, siehe Hinweis am Ende des Aufsatzes). In der Finanzpresse wurde das Ereignis totgeschwiegen, die Informationen blieben auf Bankenkreise beschrnkt. Eine historische Chance, um vom Irrweg abzuweichen, den die Welt 1914 eingeschlagen hatte, wurde verpasst. Es war die letzte Mglichkeit, die Weltwirtschaftskrise abzuwenden, die bereits am Horizont lauerte.

> Inhaltsverzeichnis

> Druck-Version Drucken
Seiten: 1 · 2 · 3 · 4 · 5 · 6 · 7 · 8
© 2017 Verlag Johannes Müller | CH-3001 Bern |