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01.12.2012
Abschiedsrede 14. November 2012, Deutsche bersetzung
Autor: Ron Paul

Autoritarismus gegen Freiheit

Fhrt Autoritarismus zu Armut, Krieg und weniger Freiheit fr alle und wird das politische System von einer reichen, kleinen Elite beherrscht, sollten die Menschen beginnen, nach Freiheit zu streben. Das Streben nach Freiheit war sicherlich strker in der Zeit unserer Grndungsvter und befeuerte den Kampf gegen die mchtige britische Regierung.

Whrend meiner Zeit im Kongress war der Appetit nach Freiheit ziemlich schwach und das Verstndnis fr dessen Bedeutung vernachlssigbar. Dennoch ist es positiv, dass, verglichen mit 1976, als ich zum ersten Mal ins Reprsentantenhaus einzog, der Wunsch nach mehr Freiheit und weniger Staat im Jahr 2012 viel strker ist als damals und wchst, vor allem im Herzland Amerikas. Zehntausende von Jugendlichen und College-Studenten begrssen mit grosser Begeisterung die Botschaft der Freiheit.
Ich habe mich gefragt, warum die Menschen in einem Land wie dem unseren, einst das Land der Freien und Wohlhabenden, nichts dagegen unternehmen, dass sich ihre Lebensbedingungen immer mehr verschlechtern.

Freiheit, Privateigentum und durchsetzbare freiwillige Vertrge schaffen Wohlstand. In unserer frhen Geschichte waren wir uns dessen sehr bewusst. Aber in der ersten Hlfte des 20. Jahrhunderts fhrten unsere Politiker die Steuer und ein neues Geldsystem ein, damit wir bermssige nationale Ausgaben sowie das Militr bezahlen konnten. Dies war die Geburtsstunde der Federal Reserve und der Einkommensteuer. Die Mehrheit der Amerikaner und die Regierung vereinbarten, dass die Einschrnkung der Freiheit notwendig sei um das durchzufhren, was einige progressive Ideen nannten. Diese Art von Demokratie wurde dadurch salonfhig.

Die Politiker konnten jedoch nicht erkennen, dass das, was sie taten, genau das Gegenteil dessen war, was die Kolonisten gesucht hatten, als sie vor der britischen Herrschaft flohen.

Einige mgen einwenden, dass meine Argumente keinen Sinn machen, da sich trotz dieser Politik der Lebensstandard vieler Amerikaner in den letzten 100 Jahren verbessert htte und dass viele reich geworden seien.

Aber der Schaden fr die Marktwirtschaft und unsere Whrung war heimtckisch und bestndig. Es dauerte lange, um unseren Reichtum zu verkonsumieren, unsere Whrung zu zerstren, unsere Produktivitt zu untergraben und unsere finanziellen Verpflichtungen bis jenseits des Punkts ohne Wiederkehr auszudehnen. Vertrauen dauert leider manchmal lnger als es sollte. Heute fusst all unser Reichtum nur noch auf Schulden.

Der Reichtum, den wir genossen, schien unerschpflich zu sein und liess uns das Prinzip einer freien Gesellschaft vernachlssigen. Solange die meisten Menschen glaubten, der materielle berfluss wrde ewig dauern, schien es berflssig zu sein, sich Gedanken ber den Schutz einer wettbewerbsfhigen produktiven Wirtschaft und die individuelle Freiheit zu machen.

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