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Geldreform
Vom schlechten Staatsgeld zum guten Marktgeld
 
Autoren: Thorsten Polleit, Michael von Prollius
1. Auflage, 191 Seiten, gebunden, Lichtschlag-Verlag, Juni 2010
ISBN: 978-3939562207
 
Preis: 19.50 CHF, ca. 15.90 €
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Wohl nichts schadet der freien Markt- und Gesellschaftsordnung und gefhrdet die produktive und friedvolle Kooperation zwischen den Menschen national und international so sehr wie das staatlich beherrschte Kredit- und Geldsystem. Das Staatsgeldsystem ist ein Fremd- und Strfaktor im Gefge freier Mrkte und verursacht zwangslufig Finanz- und Wirtschaftskrisen. Die mit ihnen verbundenen Missstnde - Rezession und (Massen-) Arbeitslosigkeit - werden allerdings regelmig dem freien Marktsystem angelastet, obwohl es doch das Staatsgeldsystem ist, das fr die Krisen verantwortlich ist.

Die falsche Diagnose der Krisenursache befrdert falsche Manahmen: Um den belstnden zu entkommen, die das Staatsgeldsystem verursacht, sorgen die staatlichen Zentralbanken mit ihrer Politik der Geldmengenausweitung fr vorbergehende Scheinbesserungen, die dann nachfolgend zu umso schwereren Finanz- und Wirtschaftskrisen fhren. Dem Versuch, das Staatsgeldsystem aufrechtzuerhalten, fallen immer mehr brgerliche und unternehmerische Freiheiten zum Opfer. Die Gesellschaften verfangen sich im Gestrpp des Interventionismus. Der Weg mndet in eine sozialistische Staats- und Befehlswirtschaft, die Unfreiheit, Gewalt und Elend bringt, und durch die das Geld letztlich zerstrt wird.

Ob nun die Vereinigten Staaten von Amerika, die Volkswirtschaften in Europa, Lateinamerika oder Afrika: Sie alle haben sich einem Staatsgeldsystem verschrieben, in dem Geld durch Bankkredite sprichwrtlich aus dem Nichts produziert wird. Das Staatsgeldsystem schrt Fehlinvestitionen und (Staats-) berschuldung und damit politische Anreize, das Geld durch Hyperinflation zu entwerten. Und daher ist sein Zusammenbruch unabwendbar, argumentierte der wohl bedeutendste konom des 20. Jahrhunderts Ludwig von Mises (1881 - 1973), entweder im Zuge einer freiwilligen Beendigung des Staatsgeldes oder spter im Zuge einer greren wirtschaftlichen und politischen Katastrophe.

Dieses Buch will aufklren und zeigen, was gutes Geld ist, wie wichtig gutes Geld fr die nachhaltig produktive und friedvolle (welt-)gesellschaftliche Entwicklung ist und auf welchen fr viele nicht unmittelbar erkennbaren Wegen das herrschende Staatsgeld die Grundpfeiler einer freien Gesellschaft zerstrt. Das Buch soll zeigen, dass das Staatsgeldsystem beendet werden muss, wollen die Gesellschaften auf den zivilisatorischen Pfad zurckkehren, der nachhaltig mit Freiheit und Wohlstand vereinbar ist: Das Staatsgeldsystem muss dann privatisiert, also durch ein freies Marktgeld ersetzt werden.

Das freie Marktgeld ist ein denkbar einfaches Arrangement: Es entsteht aus dem freien Angebot von und der freien Nachfrage nach Geld, ohne Dazutun und Manipulation des Staates oder irgendwelcher Interessengruppen. Freies Marktgeld fgt sich nahtlos ein in die Ordnung freier Mrkte, die fr materiellen und zivilisatorischen Fortschritt sorgt wie keine andere Wirtschaftsordnung. Freies Marktgeld ist daher nicht nur gutes Geld, sondern es macht Konjunkturverlufe auch weniger schwankungsanfllig, weil freies Marktgeld Fehlinvestitionen und damit Wirtschaftskrisen entgegenwirkt. Der Spielraum fr wachstumsschdliche Marktinterventionen, die regelmig aus Wirtschafts- und Finanzkrisen erwachsen und diese anschlieend hervorruft, wird zurckgedrngt. Damit wird auch die Bedrohung der Freiheit, die latente Gefahr monetrer Planwirtschaft, entschrft.

Beim bergang zum freien Marktgeld wrde der Tauschwert des Staatsgeldes - ob nun US-Dollar, Euro, japani-scher Yen, Britisches Pfund oder Schweizer Franken - vermutlich stark verfallen. Im Grunde wrde jedoch solch ein Regimewechsel - ob nun herbeigefhrt durch eine von Vernunft geleitete politische Entscheidung oder dadurch, dass die Marktakteure aus dem Staatsgeld fliehen - nur die Entwertung ans Tageslicht befrdern, die bereits aufgelaufen ist, aber bislang verschleiert wurde.

Es wre wirklich tragisch, wenn in der ffentlichkeit nicht erkannt wird, dass das heute weltweit verbreitete Staatsgeldsystem nichts anderes ist als eine planwirtschaftliche Apparatur, die im Prinzip aus den gleichen Grnden scheitern muss wie die kommunistischen Experimente in Osteuropa im 20. Jahrhundert zuvor. Erkennt die ffentlichkeit diesen Zusammenhang nicht, dann wird es knftigen Regierungen gelingen, auf den Trmmern des gescheiterten Staatsgeldes ein neues Staatsgeldsystem zu errichten. Damit das nicht passiert, ist Aufklrung ntig. Dieses Buch versucht, dazu einen konstruktiven Beitrag zu leisten.

Geldreform

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