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01.12.2012
Abschiedsrede 14. November 2012, Deutsche Übersetzung
Autor: Ron Paul

Schlussfolgerung

Welche sind die grössten Gefahren, die das amerikanische Volk heute bedrohen und das Ziel einer freien Gesellschaft behindern? Es sind deren fünf.

1. Der kontinuierliche Angriff auf unsere bürgerlichen Freiheiten, welcher die Rechtsstaatlichkeit und unsere Fähigkeit, den Ansturm der Tyrannei zu widerstehen, zu vernichten droht.

2. Der heftige Anti-Amerikanismus, der die Welt erfasst hat. Da das Phänomen des Boomerangs nicht verstanden oder verweigert wird, wird uns unsere Aussenpolitik auch weiterhin in viele Kriege verwickeln, mit denen wir nichts zu schaffen haben. Daraus folgen der Staatsbankrott und eine noch grössere Bedrohung für unsere nationale Sicherheit.

3. Die Leichtigkeit, mit der wir ohne einen Beschluss des Repräsentantenhauses Kriege anzetteln, aber auch, Beschlüsse der Vereinten Nationen oder der NATO für Präventivkriege akzeptieren, die früher als Angriffskriege bezeichnet wurden.

4. Eine finanzielle politische Krise als Folge der übermässigen Verschuldung, ungedeckter Verbindlichkeiten, Ausgaben, Rettungsaktionen, und eine grobe Diskrepanz in der Verteilung des Reichtums von der Mittelschicht hin zu den Reichen. Die Gefahr der zentralen Planwirtschaft durch die Federal Reserve muss verstanden werden.

5. Eine Weltregierung, welche die Souveränität der USA in den Fragen von Krieg, Wohlstand, Handel, Banken, Weltwährung, Steuern, Grundbesitz und Privateigentum an Waffen zerstört.

Glücklicherweise gibt es eine Medizin gegen diese sehr gefährliche Entwicklung.


Was für eine wunderbare Welt wäre es doch, wenn alle jegliche Gewalt ablehnen würden. Die Antwort auf einem solchen Vorschlag ist immer: so ein Ideal sei zu simpel, idealistisch, unpraktisch, naiv, utopisch, gefährlich und zu unrealistisch.

Die Antwort darauf ist einfach: seit Tausenden von Jahren wird nun die staatliche Gewalt zur Herrschaft über die Menschen auf Kosten der Freiheit, als moralische und einzig verfügbare Möglichkeit zur Erreichung des Friedens und des Wohlstands akzeptiert.

Was könnte mehr utopisch sein als dieser Mythos – insbesondere, wenn man das staatlich geförderte Morden von Hunderten von Millionen von Menschen betrachtet, das von fast jeder Regierung im 20. Jahrhundert praktiziert wurde. Es ist Zeit, diesen Aspekt der staatlichen Gewalt zu überdenken.

Noch nie konnte durch das Monopol auf Gewalt willkürlich das menschliche Verhalten gelenkt werden. Solche Macht ohne Gegengewicht entwickelt sich zur hässlichen Tyrannei. Diese Methode wurde schon genügend angewandt und das Ergebnis gebietet uns, es einmal mit der Freiheit zu versuchen.

Das Ideal, Friedfertigkeit und Ablehnung von jeglicher Gewaltanwendung, sollte endlich einmal versucht werden. Das Ideal der Regierung, Gewalt hoffähig zu machen, wurde im Laufe der Geschichte unzählige Male missbraucht und ist die Quelle von Armut und Krieg. Die Fundamente einer Gesellschaft, die auf der Freiheit des Einzelnen basierten, existieren schon seit sehr langer Zeit. Es ist Zeit, einen mutigen Schritt zu tun und dieses Vorhaben voranzubringen, anstatt des Rückschritts, den einige tun möchten.

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