08.06.2009
Schweizerische Nationalbank - Geschäftsbericht 2008
Zeitdokument planwirtschaftlichen Versagens
Autor: Johannes M√ľller

Link zu Geschäftsbericht SNB 2008

Finanzkrise als Folge eines Systemfehlers

Vor zwei Jahren schrieben sie von der wunderbaren "Great Moderation", der L√∂sung des Problems des Auf und Ab an den Finanzm√§rkten durch Genies vom Schlage eines Alan Greenspan. Wie lange doch zwei Jahre sind! Und heute? Was schreiben die Journalisten, was sagen die Kommentatoren heute? Sie verk√ľnden nicht mehr die alten Irrt√ľmer, wohl aber neue!

Bei der gegenw√§rtigen Krise handelt es sich nicht wie oft berichtet um eine Finanz-, sondern um eine klassische Systemkrise, deren Ursprung im Aufbau der heutigen Geldwirtschaft zu suchen und zu finden ist. Ursache sind die heutigen Notenbanken, welche sich der Disziplinierung des Goldgeldes entledigten und dieses durch ein k√ľnstliches, ungedecktes Monopol-Geld ersetzten. Aufmerksame Zeitgenossen kennen die Eigenschaften von Monopolen: sobald Konkurrenz ausgeschaltet wird, werden ungerechtfertigte Gewinne erzielt, welche in einem freien Markt nie m√∂glich w√§ren. Das wichtigste Gut einer freien Marktwirtschaft, der freie Markt des Geldes, wurde also unter planwirtschaftliche F√ľhrung gestellt. Wenn nun in der Folge planwirtschaftlichen Versagens gar dem Kapitalismus (freier Marktwirtschaft) die Schuld f√ľr die heutige Krise in die Schuhe geschoben wird, so werden einmal mehr in der Geschichte Ursache und Wirkung mutwillig verwechselt. Mit fatalen Folgen.

Alchemisten-Tr√§ume haben sich erf√ľllt

Schon im alten Rom versuchten sich die Herrscher durch unlautere Geldproduktion wie das Verkleinern der Edelmetallm√ľnzen oder das Manipulieren an den Edelmetalllegierungen Vorteile zu verschaffen - nat√ľrlich stets auf Kosten der ahnungslosen und vertrauensgew√§hrenden Bev√∂lkerung. Die Manipulationen - zun√§chst bescheiden und langsam fortschreitend, dann in immer h√∂herem Tempo an die Hand genommen - f√ľhrten unweigerlich zu Geldmengenausweitung, der wahren Ursache von Inflation. Als die Preise zu steigen begannen, haben die vermeintlich klugen Kaiser und deren politische Helfer kr√§ftige Argumente gesucht und gefunden, um die Tatbest√§nde ihrer unlauteren Geldproduktion zu vertuschen und das Volk auf eine falsche F√§hrte zu f√ľhren. Es wurde auf die Gier all jener Gesch√§ftsleute hingewiesen, welche in egoistischer und gesellschaftsfeindlicher Art und Weise die Preise erh√∂hten. Durch solche Anklagen der Respektlosigkeit an der Allgemeinheit konnte schnell das in solchen Zusammenh√§ngen ungeschulte Publikum get√§uscht und f√ľr die falschen Argumente gewonnen werden.

Im Mittelalter und in der fr√ľhen Neuzeit versuchten die Alchemisten, aus Blei und anderen Metallen Gold herzustellen, um auch hier ohne echte Leistung zu Reichtum und Macht zu gelangen. Vergeblich, wie wir wissen.

Nun, die Zeiten wie auch die Methoden jener unerfreulichen Zeitgenossen, welche auf Kosten der Allgemeinheit zu leben und gelegentlich auch zu herrschen pflegen, ändern sich bekanntlich. Aus Sicht der Profiteure ist das heutige Geldsystem nahezu perfekt, aus Sicht der Sache der Freiheit, des Friedens sowie der Gerechtigkeit muss dieses System jedoch als nicht nachhaltig bezeichnet werden!

Weltweit haben sich die Menschen zu Sklaven der Fiktion Geld degradieren lassen; Geld, das durch nichts gedeckt ist und von wenigen Menschen organisiert und kontrolliert wird. Heute wird gesetzliches Geld ohne jegliche Arbeitsleistung, aus den Tiefen des Nichts, von planwirtschaftlich organisierten Notenbanken sowie von kreditgebenden Banken in Zirkulation gebracht. Mit diesem Frischgeld werden somit quasi kostenlos strategische Rohstoffe, L√§ndereien, √ľberhaupt alle Sachwerte aber auch Menschen gekauft.

Dieses Schwundgeld, das eigentlich auch Falschgeld genannt werden m√ľsste, dient dem Machterhalt der Eliten. Finanziert werden solche gesellschaftsfeindlichen Experimente √ľber ein bew√§hrtes Inkassosystem, bei welchem die Allgemeinheit stets wehrlos zur Kasse gebeten werden kann. Dieses System heisst Inflation.

Inflation ist nichts anderes als Diebstahl. Diebstahl verletzt Eigentumsrechte. Eigentumsrechte sind jedoch die Voraussetzung f√ľr eine friedvoll funktionierende Gesellschaft.



Heute sind wir Zeitzeugen genau solcher Vorgänge: Die Notenbanken haben durch politische Interventionen ihre Unabhängigkeit verloren und sind zu Sonderinteressenvertretern mutiert. Der damit verbundene moralische Bankrott ist somit vollzogen - mit verheerenden Wirkungen auf die Gesellschaft.

Zeitdokument planwirtschaftlichen Versagens

In der Folge werden Original-Texte aus dem aktuellen Geschäftsbericht 2008 der Schweizerischen Nationalbank (SNB) wiedergegeben. Diese sind kursiv gehalten. Die Zahl in Klammern am Anfang der Texte bezieht sich auf die Seitenzahl im Jahresbericht. Der angebrachte Kurzkommentar soll alle interessierten Mitmenschen zum Nachdenken anregen und aufzeigen, dass nicht die freie Marktwirtschaft (Kapitalismus) versagte, sondern einmal mehr in der Geschichte die Planwirtschaft!

(4) Das Jahr 2008 stellte die Verantwortlichen f√ľr die Wirtschaftspolitik und ganz besonders die Zentralbanken vor grosse Herausforderungen.

Offiziell m√∂gen diese Entscheidungstr√§ger "Verantwortliche" genannt werden, in Wirklichkeit sind Notenbanker klassische Funktion√§re eines Systems: f√ľr den riesigen Schaden ihrer planwirtschaftlichen Entscheidungen werden sie wohl nie haften m√ľssen, da die Mehrheit der mit der Beschaffung ihres Lebensunterhaltes besch√§ftigten Bev√∂lkerung sich nicht die Zeit nehmen kann, Ursache und Wirkung detailliert zu analysieren.

(4) In der ersten Jahreshälfte stand noch der Anstieg der Inflation, hervorgerufen vor allem durch stark steigende Rohstoff- und Energiepreise, im Vordergrund.

Ursache und Wirkung werden verwechselt. Da jeder Oekonom wissen sollte, dass Inflation ein rein monet√§res Ph√§nomen ist, muss davon ausgegangen werden, dass die SNB mit solchen Aussagen die Mitb√ľrger mutwillig falsch informiert, exakt wie dies vor 2000 Jahren die r√∂mischen Herrscher bereits zu tun pflegten.

(4) Gleichzeitig setzten sich aber die Verwerfungen an den internationalen Finanzmärkten fort, die im Vorjahr am amerikanischen Hypothekenmarkt ihren Anfang genommen hatten.

Die so genannten Verwerfungen sind nicht Ursache, sondern die Folge einer auf einem klassischen Schneeballsystem aufgebauten Geldwirtschaft, die ihren Anfang mit der Gr√ľndung der Fed sowie allen andern Zentralbanken der Welt genommen hat.

(4) Die Zentralbanken mussten deshalb in vielen Ländern und teilweise auch international koordiniert ausserordentliche Massnahmen ergreifen, um die Liquiditätsversorgung des Finanzsystems aufrechtzuerhalten.

Ausserordentliche Massnahmen heisst: koordiniert (planwirtschaftlich) Märkte manipulieren und mit staatlichem Schwundgeld fluten.

(7) Im Herbst 2008 spitzte sich die Krise an den Finanzm√§rkten bedrohlich zu. Um einen Zusammenbruch des Finanzsystems zu verhindern, ergriffen Regierungen und Zentralbanken umfassende St√ľtzungsmassnahmen.

Gem√§ss Gesetz ist die SNB aus gutem Grund offiziell regierungsunabh√§ngig, denn wohin sich alle Regierungen bewegen, sobald diese die Herrschaft √ľber die Druckerpressen erlangt haben, ist geschichtlich mehrfach bewiesen. St√ľtzen heisst √ľbrigens nicht heilen.

(8) Bis August zog die Inflation als Folge der Preishausse an den Rohstoffmärkten und der hohen Auslastung der Wirtschaft kontinuierlich an.

Auch hier: Ursache und Wirkung werden mutwillig verwechselt!



(8) Anfang Oktober beteiligte sich die Nationalbank an einer koordinierten Lockerung der Geldpolitik verschiedener Zentralbanken.

Gelockerte Geldpolitik heisst nichts anderes als die Ausschaltung eines durch freie Marktkräfte ermittelten Zinses. Wer immer noch glaubt, wir befinden uns in einer Gesellschaftsordung des freien Marktes, sollte spätestens hier den wahren Verursacher der Krise ausmachen: planwirtschaftliches Eingreifen der Zentralbanken zugunsten Sonderinteressen (Politik).

(8) In den folgenden Wochen zeigte sich, dass sich die Lage der Weltwirtschaft st√§rker eintr√ľbte als angenommen und die Rezessionsgefahr in der Schweiz stieg.

Inwiefern haften diese von der Allgemeinheit besoldeten Oekonomen eigentlich f√ľr Ihre Falscheinsch√§tzung? M√ľssen sie gar f√ľrchten, deswegen auf den freien Markt geworfen zu werden, wo sie sich als Regenmacher in afrikanischen Steppend√∂rfern oder als Wahrsager in Mittagsshows bei Privatsendern bewerben m√ľssen?

(9) Die Nationalbank beteiligte sich zudem an konzertierten Liquidit√§tsmassnahmen f√ľhrender Zentralbanken.

Wir erfahren also, dass es f√ľhrende Notenbanken gibt, Herrenbanken also, und unsere Nationalbank darf dann eine Knechtbank sein!

(12) Stabile Preise sind eine wichtige Voraussetzung f√ľr das reibungslose Funktionieren der Wirtschaft.

Ohne stabiles Geld kann es keine stabile Preise geben! Ursache instabilen Geldes sind die Notenbanken.

(13) Die Wirtschaft ist zahlreichen Schocks aus dem In- und Ausland ausgesetzt.

Wieso Schocks? Nichts ist im Leben normaler als Ver√§nderung. So verschieden die Menschen sind, so verschieden werden diese auf Ver√§nderungen reagieren, sofern es die Planwirtschaftler zulassen. Diese senden √ľbrigens die wahren Schocks in Form von Manipulationen des freien Marktes aus, welcher in der Folge verzerrt wird!

(14) Die Situation ist komplexer, wenn Preiserhöhungen durch Schocks ausgelöst werden, welche die Kosten der Unternehmen ansteigen lassen und diese zu einer Verminderung ihrer Produktion veranlassen.

Preiserhöhungen werden nie durch Schocks ausgelöst. Allenfalls lösen diese bei unvorbereiteten oder hoch verschuldeten Unternehmern schockartige Zustände aus.

(14) In einem solchen Fall muss die Geldpolitik einerseits daf√ľr sorgen, dass die h√∂heren Produktionskosten nicht in eine Inflationsspirale m√ľnden, und andererseits verhindern, dass die von den Schocks betroffenen Unternehmen zu stark benachteiligt werden.

Die Produktionskosten sind nicht f√ľr die Inflation verantwortlich, sondern prim√§r die Geldmengenausweitung der Notenbanken - einmal mehr wird Ursache mit Wirkung verwechselt .H√∂here Produktionskosten k√∂nnen bei gleich bleibender Geldmenge nur durchgesetzt werden, wenn die Kunden an anderer Stelle Kosten sparen (also andere Produkte billiger werden).

Was heisst benachteiligt, stark benachteiligt und zu stark benachteiligt? Wer entscheidet √ľber die Feinabstimmung? Sorgt die Geldpolitik der SNB auch daf√ľr, dass Unternehmungen durch Marktver√§nderungen nicht zu stark profitieren? Wenn ja, nach welchen Kriterien wird unterschieden zwischen profitieren, stark profitieren oder zu stark profitieren?

(14) Auch wenn die Nationalbank bei ihren geldpolitischen Entscheiden die konjunkturelle Entwicklung ber√ľcksichtigt, kann von ihr nicht erwartet werden, dass sie den Wirtschaftsverlauf pr√§zise zu steuern vermag.

Wenn diese Planwirtschafter schon zu dieser richtigen Einsch√§tzung gelangt sind, wieso versuchen sie es dennoch? Das Gegenteil von pr√§zise ist √ľbrigens immer noch unpr√§zise.

(14) Die Nationalbank setzt Preisstabilität mit einem Anstieg des Landesindexes der Konsumentenpreise (LIK) von weniger als 2% pro Jahr gleich.

Inflation ist nichts anderes als Diebstahl, ungerecht, asozial und letztlich gesellschaftsfeindlich. Bis 2% ungerechtfertigte, nicht auf einer Leistung basierende Umverteilung bezeichnet die SNB-F√ľhrung als stabil.

(14) Auch betrachtet sie die Teuerung als nicht genau messbar.

Womit wir gleich erfahren, dass ein etwelches Anspringen der Inflation auf eine ungenaue Messmethode zur√ľckzuf√ľhren ist.

(15) Mittel- und langfristig hängt die Preisentwicklung im Wesentlichen von der Geldversorgung ab. Die Geldaggregate und Kredite nehmen in verschiedenen quantitativen Modellen zur Erstellung der Inflationsprognose eine wichtige Rolle ein.

Danke f√ľr die wahren Worte. Die Monopolbetriebe Notenbanken sind die wahren Verursacher von Inflation. Dass diese in den Medien sogar zu W√§hrungsh√ľtern mutieren, passt zu planwirtschaftlichen Propagandamethoden.

(19) Umgekehrt st√ľtzte die rasche Abnahme der Inflation als Folge der sich normalisierenden Lebensmittelpreise den Konsum.

Schon wieder werden Ursache und Wirkung mutwillig verwechselt.

(19) Bereits zu Beginn des Jahres lag die Teuerung in vielen L√§ndern deutlich √ľber den Werten, welche die Zentralbanken anvisieren.

Wichtiger Hinweis: die Notenbanken verursachen also bewusst Inflation, indem sie diese anvisieren.

(20) Die anhaltenden Spannungen an den Finanzm√§rkten, die rasche Eintr√ľbung der Konjunkturlage und der R√ľckgang der Inflation veranlassten die meisten Zentralbanken, die Geldpolitik stark zu lockern.

Planwirtschaftliche Albtr√§ume: Mit lockeren Z√ľgeln lenken.

(20) Die Zentralbanken trafen zudem Sondermassnahmen, um das Bankensystem mit Liquidität zu versorgen und so die Spannungen am Geld- und Interbankenmarkt zu dämpfen.

Sie sprechen von Bankensystem und meinen konkret Banken. Damit werden die Banken-Eigent√ľmer wie auch deren Kunden auf Kosten der Allgemeinheit gesch√ľtzt: die Rechnung wird die Gemeinschaft durch zuk√ľnftige Geldentwertung bezahlen m√ľssen.

(20) Sie erhöhten insbesondere den Umfang der Kredite an die Banken, verlängerten deren Fristen und erweiterten den Kreis der als Deckung akzeptierten Wertschriften.

Ein typischer Vorgang, welcher sich in einer freien Marktwirtschaft nicht so abspielen w√ľrde, zumindest nicht in dieser konzentrierten Dreierkombination. Argumentiert wird nat√ľrlich mit einem weitaus gr√∂sseren volkswirtschaftlichen Schaden, sollten diese Kredite nicht gesprochen werden. Dies w√§re √ľbrigens noch zu hinterfragen, immerhin kennen wir bis heute noch nicht die Gesamtkosten dieser auf Allgemeinkosten finanzierten Versuches. Einzig der moralische Bankrott wurde dadurch unzweifelhaft vollzogen.

(22) Die f√ľr das Jahr 2009 erstellten Konjunkturprognosen sind infolge der grossen Ungewissheit bez√ľglich der Entwicklung der Finanzm√§rkte und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft besonders unsicher.

Unterscheide zwischen unsicher und besonders unsicher. Merke: Unsichere Prognosen werden solange produziert, solange daf√ľr bezahlt wird. Vorzugsweise werden solche wertlosen Prognose-Kosten der Allgemeinheit in Rechnung gestellt.

(26) Die Nationalbank rechnet f√ľr das Jahr 2009 mit einem R√ľckgang des realen BIP in der Gr√∂ssenordnung von -0,5% bis -1%.

Die Naturgesetze werden sich nicht nach den W√ľnschen von Planwirtschaftern richten, wetten?

(28) Im Jahresdurchschnitt 2008 betrug die Teuerung 2,4% und √ľbertraf somit das Vorjahresniveau um 1,7 Prozentpunkte. Dabei ist rund die H√§lfte des Teuerungsanstiegs auf die Entwicklung der Erd√∂lpreise zur√ľckzuf√ľhren.

Ursache wird wiederum mutwillig mit der Wirkung verwechselt.

(28) Die Nationalbank berechnet die Kerninflationsrate anhand eines Mittelwertes, der jeden Monat die G√ľterpreise mit den h√∂chsten und den tiefsten Jahresver√§nderungsraten ausklammert (getrimmter Mittelwert).

Beim Schanzenspringen mag eine solche Regelung sinnvoll sein, um parteiische Punkterichter zu entwaffnen, bei Preisbestimmungen des Marktes gibt es hierf√ľr keinen Grund, ausser einen politischen‚Ķ

(28) Die Dynamic-Factor-Inflation, ein weiteres Mass f√ľr die Kerninflation, ber√ľcksichtigt neben der Preisentwicklung auch die in den realwirtschaftlichen und monet√§ren Daten enthaltenen Informationen.

Inflation hat primär eine Ursache: Geld- und Kreditmengenerweiterung!

(32) Im Zuge der Finanzmarktturbulenzen fragten die Banken in der zweiten Jahreshälfte vor allem aus Vorsichtsmotiven verstärkt Notenbankgeld nach.

Diese Info wurde anhand eines von den Notenbanken an die Banken versandten Fragebogens ermittelt: Wo liegt Ihre Motivation, Geld nachzufragen? a) Geldmangel oder b) Vorsicht …

(32) Die Nationalbank stellte ihnen besonders flexibel und grossz√ľgig Liquidit√§t zur Verf√ľgung; das Wachstum der Notenbankgeldmenge erreichte am Jahresende knapp 70%.

70% Wachstum der Notenbankgeldmenge in der Schweiz! Planwirtschaftliches Versagen wird langsam sichtbar.

(32) Die grossen Unsicherheiten in Bezug auf die Entwicklung der Wirtschaft und der Finanzmärkte stellten die Geldpolitik während des ganzen Jahres vor beträchtliche Herausforderungen.

Neue Planspiele sind sicherlich in Arbeit.

(32) In der ersten Jahresh√§lfte galt die Aufmerksamkeit der Nationalbank dem Anstieg der Energiepreise und dessen Auswirkungen auf die Inflation und Konjunktur. Gegen Jahresende bereiteten ihr die sich versch√§rfende Finanzkrise und deren Folgen f√ľr die Wirtschaft ausserhalb des Finanzsektors am meisten Sorge.

Gl√ľcklich darf sich sch√§tzen, wer sich auf Kosten anderer Sorgen machen darf.

(32) W√§hrend die Erd√∂lpreise und der Inflationsdruck l√§ngerfristig keine Bedrohung mehr darstellten, bestand die Hauptschwierigkeit f√ľr die Nationalbank darin, die Folgen der Finanzkrise f√ľr die Schweizer Konjunktur abzusch√§tzen.

Schätzen. Das Los der Planwirtschafter.

(36) Die monetären Bedingungen waren damit mit einer längerfristig mässigen Inflation vereinbar.

Wie gehabt: 2% Ungerechtigkeit. Dieser Diebstahl ist somit nur mässig gesellschaftsfeindlich.

(38) Die neue Prognose zeigte eine zun√§chst etwas hartn√§ckigere Inflation, die bis zum zweiten Quartal 2009 √ľber der 2%-Marke verlaufen w√ľrde.

Hartn√§ckige Notenbanker sind daf√ľr prim√§r verantwortlich.

(38) In den Wochen nach dem Zinsentscheid vom September verschärfte sich die internationale Finanzkrise.

Schneeballsysteme sind und waren nie etwas Stabiles!

(38) So verlangsamte sich die Wirtschaftsaktivität in den USA und in Europa stärker als bei der Lagebeurteilung vom September angenommen.

Planwirtschaftlicher Superjob auf Kosten der Allgemeinheit: etwas sch√§tzen sowie annehmen und daf√ľr keine Konsequenzen tragen m√ľssen.

(39) Es war klar, dass diese Entwicklung auch die Schweizer Wirtschaft, insbesondere die Exportindustrie, treffen w√ľrde. Die Nationalbank ging deshalb davon aus, dass das Wirtschaftswachstum 2009 tiefer ausfallen w√ľrde, als noch im September erwartet worden war.

Meisterleistung im Fach des Kombinierens: Volltreffer!

(39) Sie handelte dabei in Absprache mit weiteren Zentralbanken (Bank of Canada, Bank of England, EZB, Federal Reserve und Schwedische Reichsbank) und mit der Unterst√ľtzung der Bank von Japan.

In Krisenzeiten wird die Unabh√§ngigkeit etwas zur√ľckgefahren. Planwirtschafter, vereinigt Euch!

(39) Die Nationalbank bekr√§ftigte damit ihren Willen, sich entschieden f√ľr eine Entspannung am Geldmarkt einzusetzen. Auch zeigte sie damit, dass sie angesichts der Schwierigkeiten, die auf die Schweizer Wirtschaft zukommen w√ľrden, eine klar expansive Geldpolitik bef√ľrwortete.

Schwierigkeiten werden mit Schwund-Geld bekämpft. Immerhin sind Monopole wie das Gelddrucken da, um das Pyramidenspiel sowie die Jobs der verantwortlichen Planwirtschafter nicht zu gefährden.

(40) Zum Zeitpunkt der letzten geldpolitischen Lagebeurteilung im Dezember hatte sich das internationale Umfeld gegen√ľber der Einsch√§tzung vom September grundlegend ver√§ndert.

Bei der Falsch-Einsch√§tzung im September w√§ren ein paar differenzierende Analysen √ľber Schneeballsysteme hilfreich gewesen. Uebrigens kostenlos auf dem Internet zu finden.

(40) Als Folge der sinkenden Zinss√§tze hatte sich zwar das Wachstum der Geldaggregate beschleunigt. Dies stellte indessen kein Inflationsrisiko dar, da die starke Nachfrage nach Liquidit√§t vor allem auf Vorsichtsmotive zur√ľckzuf√ľhren war.

Versicherungen werden auch nur aus Vorsicht abgeschlossen, nicht f√ľr den Schadensfall.

(44) Durch die Versorgung des Geldmarktes mit Liquidität setzt die Nationalbank die Geldpolitik um. Zu diesem Zweck beeinflusst sie das Zinsniveau am Geldmarkt.

Manipulation des Zinses f√ľhrt zu katastrophalem Fehlverhalten aller Marktteilnehmer. Dennoch wird immer noch munter weitermanipuliert.

(44) Die Nationalbank beeinflusst den Dreimonats-Libor indirekt √ľber gesicherte Geldmarktgesch√§fte.

Die wichtigsten Fähigkeiten weltweit tätiger Planwirtschafter: Manipulieren, beeinflussen, steuern.

(45) Die Anfang August 2007 ausgebrochene Finanzkrise prägte die internationalen Geldmärkte auch im Jahr 2008.

Solange der Geldmarkt durch planwirtschaftliche Gesellschaftslenker "gesteuert" wird, solange wird die Finanzkrise dauern. Die Folgen werden umso h√§rter ausfallen, je l√§nger diese Gesellschaftsklempner Werte verteidigen, welche heute ganz offen in Frage gestellt werden d√ľrfen: Sch√ľtzen des Schuldners, sch√ľtzen der Gesellschaftsmitglieder, welche √ľber die Verh√§ltnisse leben - Bestrafen des Sparers, bestrafen der Eigenvorsorge.

(45) In vielen europ√§ischen L√§ndern wurden in den vergangenen Jahren umfangreiche Frankenkredite vergeben, die √ľber das Schweizer Bankensystem refinanziert wurden. W√§hrend der Finanzmarktturbulenzen vom Herbst 2008 waren viele Schweizer Banken nicht mehr bereit, diese Refinanzierung im gleichen Ausmass fortzuf√ľhren. Dies f√ľhrte zu starken Anspannungen am internationalen Frankengeldmarkt. Um diesen entgegenzuwirken, offerierte die Nationalbank ihren nationalen und internationalen Gegenparteien Franken in Form von Euro-Franken-Swaps und gew√§hrte der EZB und der polnischen Nationalbank im Rahmen eines Swapabkommens eine Devisenswap-Fazilit√§t.

Entgegenwirken heisst den Markt manipulieren, damit die CH-Zinsen nicht explodieren.

(46) Beim Repo-Gesch√§ft, dem wichtigsten geldpolitischen Instrument in diesem Bereich, verkauft der Geldnehmer per Kasse Effekten an den Geldgeber und vereinbart mit diesem gleichzeitig den R√ľckkauf von Effekten gleicher Gattung und Menge zu einem sp√§teren Zeitpunkt. F√ľr die Dauer des Gesch√§fts wird vom Geldnehmer ein Zins (Repo-Satz) bezahlt.

Die Geber sind die Notenbanken, welche aus heisser Luft neues Geld erschaffen. Der Preis dieses Frischgeldes, auch Schwundgeld genannt, ist der zuk√ľnftige Kaufkraftverlust des bereits zirkulierenden Geldes. (Umverteilen durch ungeahndeten Diebstahl, von Staatsdienern bewilligt).

(46) Bei Repo-Geschäften im Rahmen von Offenmarktoperationen muss der bezogene Geldbetrag stets durch mindestens 100% SNB-repofähige Effekten gedeckt sein.

Der Schiedsrichter (Notenbanken) entscheiden √ľber die Notenbankf√§higkeit von Papieren und akzeptieren diese im Gegenzug als Sicherheit. Einmal mehr wird der freie Markt ausgeschaltet, damit jede Art von Schuldpapier zu echtem Geld mutiert werden kann.

(46) Die Laufzeit der Repo-Geschäfte beträgt zwischen einem Tag (Overnight) und mehreren Monaten.

Merke: Desto grösser die Krise, desto länger die Laufzeiten der Repo-Geschäfte, um Zeit zu gewinnen. Vorsicht Naturgesetze: die Zeit kann nicht angehalten werden.

(46) Im Vergleich zum Vorjahr wurden vermehrt längerfristige Repo-Geschäfte abgeschlossen.

War abzusehen, siehe oben.

(47) Zur √úberbr√ľckung von unerwarteten Liquidit√§tsengp√§ssen bietet die Nationalbank eine Engpassfinanzierungsfazilit√§t (EFF) an. Voraussetzung f√ľr den Bezug von Liquidit√§t im Rahmen dieser Fazilit√§t bildet die Einr√§umung einer Limite durch die Nationalbank sowie die dauernde Deckung dieser Limite zu 110% mit SNB-repof√§higen Effekten.

Unerwartete Liquiditätsengpässe: Dem schlechten Banker, welcher nicht planen kann, wird einmal mehr geholfen, mit Geld der Allgemeinheit - soziale Gerechtigkeit sozusagen.

(47) Im Laufe des Jahres 2008 wurde die Devisenswap-Fazilit√§t mit der amerikanischen Zentralbank, die im Rahmen einer konzertierten Aktion im Dezember 2007 eingef√ľhrt worden war, weiter aufgestockt.

Konzentriert heisst planwirtschaftlich abgestimmte Verwässerung des CHF.

(48) Die Nationalbank ergriff zudem gemeinsame Massnahmen mit anderen Zentralbanken, um den Anspannungen am internationalen Frankengeldmarkt entgegenzuwirken.

Planwirtschafter kreieren ihre eigene Realit√§t. Kurz vor dem Zusammenbruch der UDSSR oder DDR zeichnete sich die Staatsf√ľhrung vor allem durch Realit√§tsverweigerung aus.

(48) Die Nationalbank f√ľhrte im Jahr 2008 zur Liquidit√§tsversorgung der Banken Geldmarktoperationen in einem noch nie verzeichneten Umfang durch.

Gegen Ende eines Schneeballsystems werden immer enorme Summen einzig f√ľr die Aufrechterhaltung von Glaubw√ľrdigkeit verbrannt.

(48) Ab dem 20. Oktober f√ľhrte die SNB deshalb regelm√§ssig mit in- und ausl√§ndischen Gegenparteien, der EZB sowie ab November auch mit der polnischen Zentralbank aufeinander abgestimmte Auktionen von Euro-Franken-Swaps durch.

Im freien Markt werden Auktionsresultate, welche als abgesprochen gelten, gerichtlich erfolgreich angefochten.

(48) Zur St√ľtzung des Tagesgeldsatzes t√§tigte sie regelm√§ssig liquidit√§tsabsch√∂pfende Feinsteuerungsgesch√§fte.

Die SNB kann demnach nicht nur steuern, sondern sogar feinsteuern, im Gegensatz zur korrekten Aussage auf Seite 14 (3.Teil).

(49) Am Jahresende lag der Repo-Satz f√ľr Einwochen-Gesch√§fte bei 0,05%.

Gesetzliches Geld wird den Banken quasi kostenlos zur Verf√ľgung gestellt (die SNB muss sich vom Gesamtinteresse des Landes leiten lassen - Originalgesetzestext).

(50) Im Jahr 2008 erhöhte sich das durchschnittliche Volumen der an den Tagesenden ausstehenden geldpolitischen Operationen von rund 21,7 Mrd. auf 41,0 Mrd. Franken.

Auf dass der operierte Patient den Eingriff √ľberleben m√∂ge.

(50) Bei den Repo-Geschäften betrug der Umsatz, d. h. die Summe aller Geschäfte, 1301 Mrd. Franken. Rund 88% des gesamten Repo- Umsatzes wurden durch Geschäfte mit einer Laufzeit von einer Woche erzielt.

Die Laufzeit sagt in diesem Fall wenig aus, denn diese Repo-Geschäfte werden am Ende einfach wieder erneuert. Interessanterweise wird das Frischgeldpumpen als Umsatz bezeichnet.

Dieser Umsatz entspricht √ľbrigens dem Dreifachen des Bruttosozialproduktes der Schweiz: Sieben Millionen B√ľrger m√ľssten allein f√ľr diese Summe knapp drei Jahre arbeiten. Solche irrwitzigen Tatsachen sind nur in einem Kreditgeldsystem m√∂glich.

(50) Die um Kredit nachsuchenden Institute m√ľssen systemrelevant und solvent sein.

Der freie Markt entscheidet √ľber die Solvenz einer Bank. Es sind die Notenbanken, die ohne eine Leistung zu erbringen, Frischgeld an die systemrelevanten Banken "verschenken", damit das Schneeballsystem (noch) nicht zusammenbricht.

(50) Eine Bank oder Bankengruppe ist dann systemrelevant, wenn ihre Zahlungsunf√§higkeit das Funktionieren des inl√§ndischen Finanzsystems oder wesentlicher Teile davon gravierend beeintr√§chtigen und zudem negative Auswirkungen auf die Volkswirtschaft zeitigen w√ľrde.

Der Planwirtschafter unterscheidet zwischen einer Beeinträchtigung und einer gravierenden Beeinträchtigung. Er meint wohl damit einen Zusammenbruch des Systems. Durch das Scheitern einer grossen Bankengruppe erhielten die kleinen, seriösen Mitbewerber wiederum eine Chance, sich bei Kunden zu profilieren. In einer freien Marktwirtschaft das Normalste, auch Gesundungsprozess genannt.

(50) Welche Sicherheiten als Deckung f√ľr die Liquidit√§tshilfe zugelassen werden, bestimmt die SNB.

Faktisch mutiert die SNB mit dieser vom freien Markt losgel√∂sten Entscheidung zur verbindlichen Rating-Agentur. Nicht der freie Markt entscheidet √ľber Leben und Tod einer Bank, sondern unsere drei Direktoren der SNB. Wahrlich k√∂nigliche Zust√§nde.

(50) Im Jahr 2008 erteilte die Nationalbank keine ausserordentliche Liquiditätshilfe im klassischen Sinn. Die Nationalbank beteiligte sich indessen an einem Massnahmenpaket zur Stärkung des Schweizer Finanzsystems.

Ausserordentliche Liquiditätshilfen werden eben auch auf eine unklassische Art und Weise vergeben. Flexible Buchhaltungsmethoden sei Dank!

(52) Das Mindestreserveerfordernis betr√§gt 2,5% der Summe aus kurzfristigen, auf Franken lautenden Verbindlichkeiten (bis 90 Tage) und 20% der gesamten Verbindlichkeiten in Spar- und Anlageform gegen√ľber Kunden.

Die Banken d√ľrfen also ohne irgend eine Leistung Geld sch√∂pfen. Zauberlehrlinge aufgepasst: Wie macht man aus CHF 250 die Summe von CHF 10"000? Ganz einfach: Gr√ľnde eine Bank!

(53) Die SNB akzeptiert bei ihren geldpolitischen Operationen nur Sicherheiten, die bestimmte Voraussetzungen erf√ľllen. Damit sichert sie sich gegen Verluste ab und stellt die Gleichbehandlung der Gesch√§ftspartner sicher. An die einzelnen Titel werden bez√ľglich Liquidit√§t und Bonit√§t hohe Anforderungen gestellt.

Es gibt nur einen Weg zur Gleichbehandlung der Banken: den freien Markt! Theoretisch kann die SNB gar keine Verluste machen, solange sie die wertlosen Sicherheiten als notenbankf√§hig einstuft und diese allenfalls auch vom Markt gegen neu geschaffenes Geld ankauft. Der Monopolbetrieb SNB k√∂nnte sogar Kuhmist zu Bargeld machen, indem sie diesen laufend ankauft oder belehnt. Ja es stellt sich die Frage, ob der D√ľnger- und Brennwert von Kuhmist nicht h√∂her liegt, als der innere Wert einiger dieser als Sicherheiten akzeptierten Papiere! Ueber 7 Millionen B√ľrger k√∂nnen gegen die drei SNB-Direktoren rechtlich nicht vorgehen. Willkommen im Land der Papiergeldk√∂nige!

(53) Der Umfang der notenbankfähigen Effekten sank von rund 11 000 Mrd. Franken Ende 2007 auf gegen 9000 Mrd. Franken Ende 2008. Davon sind 95% in Fremdwährungen denominiert.

Kleines Detail: Im Jahr 2007 wurden eben diese notenbankf√§higen "Wertschriften" von 6 auf 11 Billionen CHF angehoben, sozusagen als Notoperation. Jeder denkf√§hige Mitb√ľrger wird sich fragen, wie um Gottes Willen w√§hrend einer tobenden Finanzkrise die notenbanksicheren Anlagen um 5 Tausend Milliarden zunehmen k√∂nnen. Seri√∂s gepr√ľft durch drei Direktoren innert zwei Wochen. Als eine der wenigen Notenbanken akzeptiert die SNB Fremdw√§hrungen als Sicherheit - um die beiden Grossbanken zu st√ľtzen, wurde faktisch der CHF geopfert. Die SNB bezeichnet Papiere im Gesamtwert der 40-fachen Bilanzsumme als Geld. Damit schafft sie theoretische Luftwerte, welche die zirkulierende Schweizerfrankenmenge von rund 50 Milliarden um den Faktor 180 √ľbertreffen. Nachdenken erlaubt!

(53) Seit Dezember 2007 f√ľhrte die Nationalbank Repo-Auktionen in US-Dollar durch. Die Operationen erfolgten im Rahmen einer zwischen verschiedenen Zentralbanken abgestimmten Aktion.

Greshamsche Gesetz: Das schlechte Geld verdrängt immer das gute Geld.

(54) Die mit der Finanzkrise einhergehenden Herausforderungen veranlassten die Nationalbank dazu, das geldpolitische Instrumentarium zu √ľberpr√ľfen.

Sie fahren mit 200 Stundenkilometer auf der Autobahn und kommen zum Schluss, den Motor während der Fahrt zu kontrollieren.

(54) Der im Mengentender von der Nationalbank vorgegebene Zinssatz kann eine Signalfunktion √ľber die geldpolitischen Absichten der Nationalbank aus√ľben. Dies kann vor allem bei l√§ngerfristigen Operationen unerw√ľnscht sein.

Echte Zauberer lassen sich eben nicht in die Karten schauen. Nordkoreanische Lehrmeister lassen gr√ľssen.

(54) Art. 7 Abs. 4 NBG verpflichtet die Nationalbank dazu, wöchentlich geldpolitisch relevante Daten zu veröffentlichen.

Soweit das aktuelle Gesetz.

(54) Einige darin enthaltenen Informationen hatten nur beschr√§nkte geldpolitische Aussagekraft, konnten aber in schwierigen Zeiten zu Fehlinterpretationen f√ľhren. Aus diesem Grund wurden die in den ¬ęGeldpolitisch wichtigen Daten¬Ľ publizierten Daten auf das geldpolitisch Wesentliche reduziert.

Was schwierige Zeiten alles so zu rechtfertigen imstande sind. Die Anzahl der Mitb√ľrger, welche den ganzen Gesch√§ftsbericht wirklich lesen, ist ja gl√ľcklicherweise beschr√§nkt. Da einer schon zuviel w√§re, wird in Zukunft auf das Unwesentliche verzichtet.

(56) Die starke wertm√§ssige Zunahme erkl√§rt sich haupts√§chlich aus der Krise an den Finanzm√§rkten, die zu einer deutlichen Zusatznachfrage nach 1000er-Noten f√ľhrte. Diese St√ľckelung wird oftmals zu Zwecken der Wertaufbewahrung gehalten.

Womit nur bewiesen wäre, dass die grosse Mehrheit der Menschen nicht weiss, was heutiges Geld ist. Der CH-Franken ist wie alle andern Währungen auch, ein Derivat des US-Dollars und somit lupenreines Schwundgeld.

(56) Angesichts der erh√∂hten Nachfrage nach Banknoten √ľberpr√ľfte die Nationalbank ihr Dispositiv im Bargeldbereich und ergriff Massnahmen, um allf√§lligen Versorgungsengp√§ssen vorzubeugen.

Auf gut Deutsch: Vorproduktion von ungedecktem, gesetzlichem Papiergeld.

(64) Zudem engagierte sie sich f√ľr eine weitere Verbesserung der Vorbereitungen des Finanzsektors auf einen m√∂glichen operationellen Krisenfall.

Also doch: Der Systemzusammenbruch ist nicht eine Frage des ob, sondern nur des wann!

(65) Art. 5 Abs. 2 NBG √ľbertr√§gt der Nationalbank die Aufgabe, die W√§hrungsreserven zu verwalten. Die Anlage der Aktiven untersteht dem Primat der Geld- und W√§hrungspolitik und erfolgt nach den Kriterien Sicherheit, Liquidit√§t und Ertrag.

Sicherheit: kann durch SNB bestimmt werden. Liquidität: kann durch SNB beeinflusst werden. Ertrag: kann durch SNB oder andere Notenbanken gedruckt werden.

(65) In diesem Rahmen werden die Anlagen nach den Grundsätzen einer zeitgemässen Vermögensbewirtschaftung getätigt.

Zeitgemäss heisst: gesunder Menschenverstand wird durch papiergläubiges Hochschuldenken ersetzt.

(65) Durch Diversifikation der Anlagen wird ein angemessenes Verhältnis zwischen Rendite und Risiko angestrebt. Die Richtlinien wurden per November 2008 angepasst.

Die vermeintlichen Gewinne sind allesamt nur theoretische Werte in Form von staatlichen Schwundgeldprodukten.

(65) Die Aktiven der Nationalbank bestehen im Wesentlichen aus Devisen, Gold und Finanzaktiven in Franken (Wertpapiere und Forderungen aus Repo-Geschäften).

Viele der Forderungen sind Schulden, buchhaltungstechnisch aktiviert; sie stellen in Wirklichkeit kein echtes Kapital dar.

(65) W√§hrungsreserven wirken √ľberdies vertrauensbildend und dienen der Vorbeugung und √úberwindung allf√§lliger Krisen.

Die Wirksamkeit lässt bedrohlich nach …

(66) Um Interessenkonflikten vorzubeugen, sind auf operativer Ebene die Zust√§ndigkeiten f√ľr geld- und anlagepolitische Gesch√§fte weitgehend getrennt.

Weitgehend heisst: nicht ganz.

(66) Das Direktorium definiert die Anforderungen an Sicherheit, Liquidität und Ertrag der Anlagen und legt den Kreis der zulässigen Währungen, Anlageklassen, Anlageinstrumente und Schuldner fest.

Die drei Direktoren k√∂nnen also willk√ľrlich schalten und walten.

(66) Externe Verm√∂gensverwalter werden f√ľr die effiziente Erschliessung spezieller Anlageklassen und zu Zwecken des Performancevergleichs mit dem internen Portfoliomanagement eingesetzt.

Privatbanker d√ľrfen also das Volksverm√∂gen mitverwalten. Zu welchen Kosten und mit welcher Verantwortung?

(67) Die Risikosteuerung und -begrenzung erfolgt √ľber ein System von Referenzportfolios.

Planwirtschafter können eben auch das Risiko steuern und damit begrenzen. Sie können entscheiden, mit welcher Geschwindigkeit sie in die Wand fahren, sehr beruhigend.

(67) Die Risikomessung beruht auf g√§ngigen Risikokennzahlen und Verfahren. Erg√§nzend dazu werden regelm√§ssig Sensitivit√§tsanalysen und Stresstests durchgef√ľhrt.

Solche Supertest sind nur solange aussagekräftig, bis diese einmal versagen. Dies ist nicht eine Frage des ob, sondern einzig und allein des wann. Hochschulgeförderte Wahnvorstellungen von planwirtschaftlich Verblendeten.

(67) Zur Steuerung und Beurteilung der Kreditrisiken werden die Informationen der wichtigen Ratingagenturen, Marktindikatoren und eigene Analysen herangezogen.

Die Notenbanken fungieren zurzeit als die wirkungsvollste Ratingagentur. Interessant: es wird nicht zwischen guten und schlechten Rating-Agenturen unterschieden, sondern von wichtigen und unwichtigen.

(67) Aufgrund der verschiedenen Sondermassnahmen im Bereich der Geldpolitik stieg die Bilanzsumme der Nationalbank gegen√ľber dem Vorjahr deutlich. Ende 2008 verf√ľgte die SNB √ľber W√§hrungsreserven in der H√∂he von 78 Mrd. Franken. Davon entfielen 31 Mrd. auf Gold und 47 Mrd. auf Devisenreserven.

Ausserdem resultierte aus den Devisenswap-Operationen (Franken gegen Euro) ein Guthaben in Euro im Gegenwert von rund 50 Mrd. Franken. Zus√§tzlich zu den Fremdw√§hrungsbest√§nden verf√ľgte die Nationalbank Ende 2008 √ľber rund 54 Mrd. Frankenaktiven in Form von Forderungen aus Repo-Gesch√§ften und Obligationenanlagen. Die Forderungen aus Repo-Gesch√§ften in US-Dollar beliefen sich am Jahresende auf rund 12 Mrd. Franken, wobei dieser Betrag unter dem Jahr zeitweise deutlich h√∂her war. Das Darlehen an den Stabilisierungsfonds betrug 15 Mrd. Franken. Insgesamt erh√∂hte sich die Bilanzsumme von 127 Mrd. auf 214 Mrd. Franken.

Die Bilanzsumme kann grundsätzlich problemlos erhöht werden.

(68) Die Nationalbank gab am 14. Juni 2007 ihre Absicht bekannt, 250 Tonnen Gold zu verkaufen. Die entsprechenden Erlöse dienten zur Aufstockung der Devisenreserven. Mit dieser Umschichtung strebte die Nationalbank eine ausgewogenere Aufteilung der Währungsreserven auf Devisen und Gold an.

Heute ausgewogen kann morgen unausgewogen heissen. Gold gegen Papier zu verkaufen, welches ohne grossen Aufwand erzeugt werden kann, ist im heutigen Papiergeldzeitalter der helle Wahnsinn. Planwirtschafter pflegen f√ľr ihre Entscheidungen nicht zu haften.

(68) Sie verf√ľgt nach Abschluss der Verk√§ufe √ľber 1040 Tonnen Gold.

Ungenaue Angabe: √ľber 100 Tonnen davon werden separat als verliehen ausgewiesen. Was heisst √ľbrigens verf√ľgen - wo lagern diese 900 Tonnen heute?

Wer kann physisch auf sie greifen? Das schweizerische Festungswachtkorps oder das New York Police Department oder wer sonst? Das Parlament hat die Oberaufsicht √ľber den Bundesrat, der Bundesrat ernennt das Direktorium der Nationalbank. Wie w√§re es, wenn eine parlamentarische Kommission verlangen w√ľrde, das Gold einmal zu sehen, ohne dass die Verantwortlichen der SNB gleich einen Raubzug vermuten?

(68) Um mögliche Interessenkonflikte mit der Geldpolitik auszuschliessen, wurden nur von ausländischen Firmen begebene Unternehmensanleihen und Aktien gehalten.

Diese Aussage ist nur g√ľltig bis zum 12. M√§rz 2009: Damals wurde diese edle Vorgabe gebrochen und mit dem Ankauf von CH-Firmenanleihen begonnen. Klassischer kann eine Parteinahme nicht ausfallen. Alle D√§mme der Redlichkeit wurden damit gebrochen.

(68) Ein kleiner Teil des Goldbestandes war Ende Jahr in Form von besicherten Goldleihgeschäften ausgeliehen.

Gesichert durch Papier. Gold wird als Versicherung gegen Papierwertschwund gehalten. Etwas mehr als 10% des Goldbestandes wurde ausgeliehen. Geschieht dies wirklich im Interesse der Gesamtbevölkerung?

(68) Bei den Devisenreserven wurden zur Bewirtschaftung von Wechselkurs-und Zinsrisiken Derivative Instrumente wie Zinsswaps, Zinsfutures, Devisentermingeschäfte und Devisenoptionen eingesetzt, zur Steuerung des Aktienanteils zusätzlich auch Futures auf Aktienindizes.

Jetzt r√ľstet sich sogar die SNB mit finanziellen Massenvernichtungswaffen.

(70) Die Hauptrisiken auf den Anlagen sind die Marktrisiken, d. h. die Goldpreis-, Wechselkurs-, Aktienkurs- und Zinsrisiken.

Es existieren Marktteilnehmer, welche das Risiko in der zuk√ľnftigen Kaufkraft all dieser Papiergeldschwemmen orten.

(70) Die Marktrisiken werden in erster Linie durch Diversifikation gesteuert. Den Liquiditätsrisiken begegnet die Nationalbank, indem sie einen wesentlichen Teil ihrer Anlagen in den weltweit liquidesten Währungen und Anlagemärkten hält.

Heute liquid - immer liquid. Planwirtschaftliche Logik.

(70) Die bedeutendsten Risikofaktoren der Währungsreserven waren weiterhin der Goldpreis und die Wechselkurse. Währungsrisiken auf den Devisenreserven werden grundsätzlich nicht gegen Franken abgesichert.

Nominelles Denken wird in Zukunft einem Kaufkraftdenken weichen.

(72) Auch die Kreditrisiken waren gering, da die Forderungen durch erstklassige Hinterlagen gedeckt waren. Die Hinterlagen wurden zweimal täglich neu bewertet.

Wenn diese doch so erstklassig sind, wieso m√ľssen diese zweimal t√§glich neu bewertet werden?

(72) Daneben wurden Portfolios von Unternehmensanleihen im Wert von rund 2 Mrd. Franken gehalten.

Klassische Parteinahme zugunsten eines Marktteilnehmers. Uebrigens sind dies in der heutigen Zeit Hochrisikopapiere.

(72) Die Goldleihe (3,3 Mrd.) enthielt kein nennenswertes Kreditrisiko; die Gesch√§fte waren durch Anleihen √ľberdurchschnittlicher Bonit√§t besichert.

Auf erstklassigem Papier gedruckt. Eine Versicherung wird ausgelehnt - Wahnsinn.

(73) Die Nationalbank stellt hohe Anforderungen an die Liquidität ihrer Anlagen. Mehr als drei Viertel der Devisenreserven wurden in den Hauptwährungen Euro und US-Dollar und davon ein grosser Teil in hochliquiden Staatsanleihen gehalten.

Sollten schon bald die Währungen abverkauft werden, werden auch unsere drei Direktoren erfahren, was hochliquid bedeuten kann.

(73) Demgegen√ľber beeintr√§chtigte die Finanzkrise den √ľbrigen Teil der Devisenreserven. So stiegen die Risikoaufschl√§ge von Unternehmensanleihen, Pfandbriefen und vergleichbaren Papieren deutlich, und deren Handelbarkeit war zeitweise eingeschr√§nkt.

Eingeschränkter Handel heisst: zeitweise oder permanent unverkäuflich.

(73) Auf den Aktienanlagen wurden signifikante Wertverluste verzeichnet.

Immerhin m√ľssen die drei Verantwortlichen daf√ľr nicht haften.

(75) Die Nationalbank hat gem√§ss Art. 5 Abs. 2 Bst. e NBG den Auftrag, zur Stabilit√§t des Finanzsystems beizutragen. Sie ist bestrebt, potenzielle Risiken f√ľr die Stabilit√§t des Finanzsystems fr√ľhzeitig zu erkennen.

Das potenzielle Risiko eines Pyramidenspiels ist und bleibt der Zusammenbruch.

(75) Zusammen mit der EBK verfolgte die SNB die Entwicklung im Bankensystem mit grosser Aufmerksamkeit und wachsender Besorgnis.

Die Planwirtschafter reiten einen Tiger - weiterreiten oder gefressen werden?

(75) Nach der Zuspitzung der Finanzkrise im März 2008 verschlechterte sich die Situation im internationalen Finanzsystem im Herbst dramatisch.

F√ľr Vertreter der √∂sterreichischen Schule der National√∂konomie nichts Erstaunliches.

(75) W√§hrend sich das internationale Konjunkturumfeld rasch eintr√ľbte, geriet eine zunehmende Anzahl von Finanzinstituten in ernsthafte Schwierigkeiten. In der Folge gingen zahlreiche Staaten dazu √ľber, ihre Finanzsysteme durch umfangreiche Rekapitalisierungsmassnahmen und Garantien zu st√ľtzen.

Echtes Kapital wird mit falschem Kapital ausged√ľnnt.

(75) Auch die Lage der grössten Schweizer Bank, der UBS, verschlechterte sich nochmals massiv, nachdem diese schon zu Beginn der Finanzkrise zu den stark betroffenen Banken gehört hatte. Angesichts dieser Entwicklung beschlossen der Bundesrat, die EBK und die SNB ein Massnahmenpaket, um das Schweizer Finanzsystem zu stärken.

Mit andern Worten: St√ľtzen der Grossbanken, welche unverantwortlich und schlecht wirtschaften. Damit werden die kleinen Konkurrenzbanken daran gehindert, durch solides Wirtschaften st√§rker und damit gr√∂sser zu werden.

(75) Schon fr√ľh befasste sich die SNB mit den Lehren, die aus der Finanzkrise gezogen werden m√ľssen. Sie gelangte dabei zur √úberzeugung, dass die Eigenmittelausstattung und die Liquidit√§t der Grossbanken deutlich erh√∂ht werden m√ľssen, und unterst√ľtzte die EBK bei ihren Arbeiten in diesem Bereich aktiv.

Dies ist keine Finanzkrise, sondern eine Systemkrise!

(75) Vor allem die internationale Dimension und die Geschwindigkeit, mit der sich die Probleme am amerikanischen Markt f√ľr hochriskante Hypotheken (Subprime-Hypotheken) auf die √ľbrigen Kreditm√§rkte √ľbertrug, waren √ľberraschend.

Ueberraschend? F√ľr viele aufmerksame Zeitgenossen √ľberhaupt nicht.

(75) Unerwartet war auch, dass die Liquidität in einzelnen Märkten fast gänzlich versiegte.

Unerwartet? F√ľr viele aufmerksame Zeitgenossen √ľberhaupt nicht.

(77) 6.2 Übernahme illiquider Vermögenswerte von der UBS

Die Macht der Sprache durch neue Wortsch√∂pfungen wie illiquide Verm√∂genswerte: eine gerade Kurve - lebender Leichnam - kluger Dummkopf - ehrlicher L√ľgner - gl√§ubiger Atheist.

(77) Das galt in besonderem Masse f√ľr die UBS, die umfangreiche Massnahmen zur St√§rkung ihrer Kapitalbasis treffen musste. Trotz dieser Vorkehrungen geriet die Bank im Herbst 2008 in Bedr√§ngnis. Angesichts der systemischen Bedeutung der Grossbanken beschlossen der Bundesrat, die EBK und die Nationalbank deshalb Mitte Oktober ein staatliches Massnahmenpaket zur St√§rkung des Schweizer Finanzsystems.

Gem√§ss fr√ľherer Aussage werden bekanntlich nur solvente und systemrelevante Banken gerettet.

(77) Das zentrale Element dieses Massnahmenpakets bildete die M√∂glichkeit, illiquide Verm√∂genswerte der UBS im Umfang von h√∂chstens 60 Mrd. US-Dollar auf eine Zweckgesellschaft der Nationalbank zu √ľbertragen und diese so einer geordneten Liquidation zuzuf√ľhren.

Einer vermeintlich geordneten Liquidation zuzuf√ľhren, mit dem Steuerzahler als Geisel.

(77) Zugleich bestätigte die EBK, dass die UBS nach den geltenden Aufsichtsregeln solvent sei.

Somit wäre wenigstens rechtlich alles richtig definiert.

(78) Die UBS kann illiquide Wertpapiere und andere Verm√∂genswerte im Wert von h√∂chstens 60 Mrd. US-Dollar auf die SNB StabFund Kommanditgesellschaft f√ľr kollektive Kapitalanlagen (Stabilisierungsfonds) √ľbertragen. Der Stabilisierungsfonds √ľbernimmt die bis Ende M√§rz 2009 √ľbertragbaren UBS-Verm√∂genswerte zu den Preisen per Ende September 2008, und zwar entweder zum Buchwert der UBS oder zum Wert, den die SNB aufgrund unabh√§ngiger Expertisen feststellt.

Kreative Wortsch√∂pfung: Stabilisierungsfonds. Buchhaltungstechnischer Vorgang, wonach die schlechten Anlagen der UBS auf ein ausserbilanz-gef√ľhrtes SNB-Konto √ľberf√ľhrt werden k√∂nnen. Dieser Fonds, vollgestopft mit unverk√§uflichen "Werten", darf sich danach Stabilisierungsfond nennen. Beachtlich.

(78) Die SNB hat im Falle eines Kontrollwechsels bei der UBS das Recht, nicht aber die Pflicht, von der UBS einen R√ľckkauf des Stabilisierungsfonds zu verlangen.

Der Steuerzahler hat die Pflicht den Schaden zu bezahlen, jedoch kein Recht, sich zu sch√ľtzen.

(80) Nach Art. 5 Abs. 2 Bst. e NBG hat die Nationalbank die Aufgabe, zur Stabilität des Finanzsystems beizutragen. Aus dieser Bestimmung wird auch die Befugnis der Nationalbank hergeleitet, ausserordentliche Liquiditätshilfe zu leisten, wenn das Risiko besteht, dass sich eine Bank am Markt nicht mehr refinanzieren kann.

Der freie Markt urteilt am effizientesten √ľber die Solvenz einer Bank.

(80) Die Transaktion geht √ľber eine klassische Liquidit√§tshilfe gem√§ss Kapitel 2.5 des vorliegenden Rechenschaftsberichts hinaus, da sie mit einem Risikotransfer an den durch die SNB kontrollierten Stabilisierungsfonds verbunden ist.

Beachten Sie den Unterschied zwischen klassischer Liquiditätshilfe und klassischer Geldschöpfung aus dem Nichts.

(80) Der Liquidit√§tsaspekt √ľberwiegt jedoch: Zum einen erhielt die UBS die M√∂glichkeit, illiquide Verm√∂genswerte im Gegenwert von h√∂chstens 60 Mrd. Dollar gegen liquide Verm√∂genswerte einzutauschen;

Schlechter Wein gegen guten tauschen. Hart aber fair.

(80) zum anderen diente die Massnahme dazu, das Vertrauen der Marktteilnehmer in die Bank wiederherzustellen, so dass mit einer raschen und nachhaltigen Verbesserung der Liquiditätslage gerechnet werden konnte.

Die Marktteilnehmer m√ľssen nur beruhigt werden, damit diese nicht aus dem Schneeballsystem fl√ľchten.

(80) Die Transaktion steht somit in Einklang mit dem gesetzlichen Auftrag der SNB, zur Stabilität des schweizerischen Finanzsystems beizutragen.

Schwammige Gesetze haben die Eigenschaft, vermehrt zum Einsatz zu gelangen.

(80) Die Nationalbank kann im Rahmen einer ausserordentlichen Liquidit√§tshilfe in Ihrer Funktion als Kreditgeberin in letzter Instanz (Lender-of-last-Resort) auch Sicherheiten akzeptieren, die nicht denselben Grad an Liquidit√§t aufweisen, der f√ľr ordentliche geldpolitische Operationen erforderlich ist.

In der Not frisst der Teufel Fliegen.

(80) W√ľrde die Nationalbank zur Besicherung einer ausserordentlichen Liquidit√§tshilfe nur solche Sicherheiten akzeptieren, wie sie f√ľr ordentliche geldpolitische Operationen vorgeschrieben sind, so k√∂nnte sie ihre unbestrittene Aufgabe als Lender-of-last-Resort nicht erf√ľllen.

Unbestritten ist in einer freien Wirtschaft der Konkurs als Folge einer Zahlungsunf√§higkeit. Durch das Sch√ľtzen einer Grossbank nimmt die SNB als Spielf√ľhrerin nicht zwingend die Interessen der Gesamtbev√∂lkerung wahr. Unbestritten hingegen ist auch der Umstand, dass die SNB-Verantwortlichen ihren Arbeitsplatz bei einem Zusammenbruch des Systems verlieren w√ľrden. Mit ihnen ein Heer von weiteren Planwirtschaftern.

(80) Mit der Revision des Nationalbankgesetzes hat der Gesetzgeber der Nationalbank denn auch breites Ermessen hinsichtlich der Frage einger√§umt, welche Sicherheiten f√ľr sie zul√§ssig sind.

Notfalls wird alles an Zahlung genommen, wenn nur das System nicht zusammenkracht.

(80) Dieses Ermessen wird abschliessend durch das Direktorium ausge√ľbt.

Somit sind die drei Direktoren definitiv als Verantwortliche des moralischen Bankrotts geoutet.

(81) Zur Absicherung gegen Verluste dienen die unter ¬ęEckwerte der Transaktion¬Ľ aufgef√ľhrte Einlage der UBS sowie der bedingte Anspruch der Nationalbank am UBS-Kapital. Wie gut dieses Dispositiv die SNB gegen Verluste sch√ľtzt, l√§sst sich aus aktueller Sicht nicht beurteilen.

Wohl eher erahnen oder gar erf√ľrchten?

(81) Ber√ľcksichtigt man erstens die Tatsache, dass die Verm√∂genswerte vor der √úbernahme bereits erheblich abgeschrieben wurden, zweitens die weiteren Elemente des Sicherheitenkonzepts und schliesslich den langfristigen Anlagehorizont der Nationalbank, so beschr√§nkt sich das Risiko der SNB im Hinblick auf die zu l√∂sende systemische Aufgabe auf ein vertretbares Mass.

Vom Steuerzahler zu vertreten. Planwirtschafter definieren das Mass des von andern Menschen zu tragenden Schadens.

(81) Zust√§ndig f√ľr die Entscheidung √ľber die Transaktion mit der UBS war allein das Direktorium der Nationalbank.

Gewaltige Entscheidungen bedingen gewaltige Machtbefugnisse.

(81) Der Bankrat hat in geld- und währungspolitischen Angelegenheiten keine Kompetenzen oder Verantwortlichkeiten und damit auch keine Aufsichts- oder Kontrollfunktionen.

Willkommen im Reich der Papiergeldkönige.

(81) Hingegen ist er zust√§ndig f√ľr die Aufsicht und Kontrolle der Betriebsf√ľhrung der SNB (Art. 42 Abs. 1 NBG), die insbesondere die Grunds√§tze der Rechnungslegung sowie die Prozesse des Risikomanagements umfasst. In diesem Rahmen √ľberwacht der Bankrat die Umsetzung der Transaktion mit der UBS.

Aus der Namensliste zu schliessen, handelt es sich beim Bankrat allesamt um Platzhirsche in den Fächern Grundsätze der Rechnungslegung sowie die Prozesse des Risikomanagements. Man kontrolliere nach!

(83) Insbesondere erlauben die seither erfolgten √Ąnderungen in den internationalen Rechnungslegungsstandards der UBS eine Klassifizierung gewisser Verm√∂genswerte als Kredite und Forderungen, so dass sie nicht mehr zu Marktpreisen bewertet werden m√ľssen.

Bereits in der ehemaligen Sowjetunion gehörte das Schönen von Bilanzen und Statistiken zur Grundausbildung jeden Planwirtschafters. Klassische Realitätsverweigerung.

(83) Die Nationalbank stellt das Darlehen in denjenigen W√§hrungen zur Verf√ľgung, in denen die √ľbernommenen Verm√∂genswerte denominiert sind, somit haupts√§chlich in US-Dollar, Euro und britischen Pfund.

Nun ja, der unvermeidliche Zerfall all dieser Valuten wird den Schaden f√ľr den Gl√§ubiger vergr√∂ssern, f√ľr den Schuldner aber verkleinern. Der blinde Glaube an den CH-Franken wird f√ľr viele Mitmenschen tragisch enden.

(83) Dadurch wird das Währungsrisiko minimiert.

Der Glaube versetzt Berge.

(83) Der Kaufpreis f√ľr die illiquiden Verm√∂genswerte bestimmt sich nach dem Buchwert der UBS am 30. September 2008 oder dem Wert, den die SNB f√ľr diesen Zeitpunkt aufgrund unabh√§ngiger Expertisen feststellt.

Der einzig wirkliche unabh√§ngige Experte ist der freie Markt - √ľbrigens kostenlos - im Gegensatz zu den sicherlich grossz√ľgig auf Kosten der Allgemeinheit entlohnten Experten.

(84) Eine erste Tranche illiquider Verm√∂genswerte wurde per 16. Dezember 2008 auf den Stabilisierungsfonds √ľbertragen.

Illiquide Vermögenswerte: planwirtschaftliche Logik: ein ausgetrockneter See entspricht immer noch einem See. - es kann nicht sein, was nicht sein darf. Allen Schwarzmalern seien dahingehend zu informieren, dass Regen den See wieder zum Leben bringen kann. Da die Notenbanken bekanntlich zu Regenmachern mutiert sind, werden sie es auch diesmal richten.

Und vielleicht werden ja die gestrandeten Schiffe dort, wo einmal der Aralsee war, auch wieder auf Vordermann gebracht werden!

(84) Von den Vermögenswerten lauteten 83% auf US-Dollar, der Rest auf Euro und britische Pfund.

CHF wird zum Dollar-Derivat.

(84) Da die Verm√∂genswerte haupts√§chlich in US-Dollar denominiert sind, beschaffte sich die Nationalbank die f√ľr die Finanzierung des Transfers ben√∂tigten Mittel von der amerikanischen Zentralbank √ľber einen Dollar-Franken-Swap.

Das schlechte Geld verdrängt immer das gute Geld. Geschichtsunterricht verpasst?

(84) Es besteht grunds√§tzlich die Absicht, die √ľbernommenen Verm√∂genswerte bis zum Ende ihrer Laufzeit im Stabilisierungsfonds zu halten (Hold-to-Maturity-Strategie).

Augen zu und durch bis zur Pensionierung.

(84) Die Verwaltung der √ľbernommenen Verm√∂genswerte wird weiterhin durch die UBS (New York Branch) besorgt.

Wenn diese Vermögenswerte doch schon bis Ende ihrer Laufzeit gehalten werden, darf doch auch noch etwas abgezockt werden. Immerhin kann die angeschlagene UBS einen solchen risikolosen Zustupf auf Kosten der Allgemeinheit gut gebrauchen.

(84) F√ľr das √ľbernommene Portfolio wurden Werthaltigkeitstests per Ende 2008 vorgenommen.

Wieso nicht gleich die B√∂rsen schliessen und die per Werthaltigkeitstest ermittelten Daten kundenfreundlich im Internet ver√∂ffentlichen, damit sich die Besitzer von Wertpapieren auch stets reich f√ľhlen k√∂nnen?

(84) Im Falle von bedeutenden Abweichungen wurde die Werthaltigkeit der Verm√∂genswerte nach anerkannten Grunds√§tzen √ľberpr√ľft und wo erforderlich eine Wertberichtigung vorgenommen.

Anerkannt nur im Kreis der staatlich diplomierten Alchemisten.

(85) Die Werthaltigkeitstests f√ľr die transferierten Verm√∂genswerte machten Wertberichtigungen im Umfang von rund 1 Mrd. US-Dollar erforderlich.

Bietet die SNB k√ľnftig auch Werthaltigkeitstests f√ľr private Portfeuilles an?

(85) Dazu kamen erhebliche Bewertungsverluste auf den noch nicht transferierten Verm√∂genswerten. Diese wurden zu aktuellen Fair-Values bewertet. Dabei ist zu ber√ľcksichtigen, dass die Fair-Values infolge der illiquiden M√§rkte stark an Aussagekraft verloren haben.

Spielt keine Rolle: Bewertet ist bewertet.

(85) 6.3 F√∂rderung des Liquidit√§tsausgleichs zwischen den Banken: In der Folge trocknete der inl√§ndische Interbankenmarkt zunehmend aus und die Grossbanken vermochten sich nur noch sehr kurzfristig zu refinanzieren. Die Nationalbank machte die Banken auf die Gefahren dieser f√ľr den schweizerischen Finanzsektor und die Finanzstabilit√§t unbefriedigenden Situation aufmerksam.

Und seid ihr nicht willig, den beiden Grossbanken Liquidit√§t zur Verf√ľgung zu stellen, so brauchen wir Gewalt.

(85) Durch Vermittlung der Nationalbank konnte noch vor Jahresende √ľber ein Pfandbriefgesch√§ft eine L√∂sung zur Entspannung der Lage erarbeitet werden.

Neues Wort f√ľr Gewalt: Vermittlung. Diese unselige Transaktion hat in Tat und Wahrheit nun auch die bisher mehr oder weniger soliden Kantonalbanken und Raiffeisenbanken in den Strudel gezogen, denn diese mussten den beiden Grossbanken UBS und CS riesige Kredite gegen fragw√ľrdige Sicherheiten gew√§hren.

(86) In ihrem Bericht √ľber die Finanzstabilit√§t vom Juni 2008 zog die Nationalbank erste Lehren aus der Finanzkrise. Eine der wichtigsten Schlussfolgerungen war, dass die Widerstandskraft des Schweizer Finanzsektors gest√§rkt werden muss.

Nochmals: Pyramidenspiele enden immer fatal.

(86) Neu m√ľssen die beiden Grossbanken in guten Zeiten einen Eigenmittel√ľberschuss von mindestens 100% √ľber das in der Bankenverordnung definierte Minimum hinaus aufweisen.

Wohlweislich wurde darauf verzichtet, dem Leser mitzuteilen, wie tief dieser Satz in Wirklichkeit ist.

(86) In guten Zeiten muss das Verh√§ltnis zwischen Eigenmitteln und konsolidierter Bilanzsumme deutlich h√∂her sein. Im November erliess die EBK eine entsprechende Verf√ľgung. Die Grossbanken haben bis zum Jahr 2013 Zeit, um die neuen Vorschriften umzusetzen.

Gesetze f√ľr gute Zeiten und Gesetz f√ľr schlechte Zeiten.

(86) Die Arbeiten an der neuen Liquidit√§tsregulierung f√ľr die beiden Grossbanken wurden im Jahr 2008 weitergef√ľhrt. Die Turbulenzen an den Finanzm√§rkten machten die Dringlichkeit dieses Vorhabens deutlich. Das neue Konzept ist auf Krisensituationen ausgerichtet und basiert auf Szenarien, die von der FINMA und der SNB vorgegeben werden.

Planwirtschaftern geben Szenarien vor und richten danach ein Konzept darauf aus. Gezahlt werden solche Planspiele wie immer von der Gemeinschaft.

(87) Eine wichtige Erkenntnis aus der Finanzkrise ist, dass die Risiken im Handelsbuch der Banken mit zu wenig Eigenkapital unterlegt werden mussten und damit ein extrem hohes Mass an Verschuldung (Leverage) ermöglicht wurde.

Späte Erkenntnis ist immer noch besser als keine.

(87) Da die oben genannten Massnahmen alleine nicht ausreichen d√ľrften, um die Stressresistenz des Finanzsystems zu erh√∂hen, will der Basler Ausschuss zus√§tzlich pr√ľfen, wie die Kapitalpuffer im System weiter erh√∂ht werden k√∂nnen.

Gratis-Tipp: Buchhaltungsregeln lockern.

(87) Damit Banken l√§ngere Stressperioden bew√§ltigen k√∂nnen, m√ľssen gem√§ss Basler Ausschuss auch die Liquidit√§tspuffer im System erh√∂ht werden.

Pyramidenspiele sind gegen Schluss mit Stress verbunden. Da helfen auch keine Puffer.

(89) 7.1 Internationaler W√§hrungsfonds: Der Internationale W√§hrungsfonds (IWF) hat die Aufgabe, sich weltweit f√ľr stabile W√§hrungsverh√§ltnisse sowie f√ľr freien Handel und freien Zahlungsverkehr einzusetzen.

Ausser f√ľr eine freie Geldwirtschaft. Diese soll monopolistisch bleiben, planwirtschaftlich eben.

(89) Die Finanzkrise hinterliess auch beim IWF deutliche Spuren. Im Rahmen seiner globalen √úberwachungst√§tigkeiten musste er seine Prognosen f√ľr das Wachstum der Weltwirtschaft mehrmals nach unten korrigieren und gleichzeitig die Sch√§tzungen der von den Banken und Versicherungen zu verkraftenden Abschreibungen erh√∂hen.

Das kommt davon: wenn alle Oekonomen der Notenbanken aus demselben Ausbildungsholz geschnitzt sind, darf das br√ľderliche Schicksal nicht √ľberraschen: sie liegen ausnahmslos alle falsch.

(89) Zugangsberechtigt sind diejenigen L√§nder, die sich bisher problemlos an den Finanzm√§rkten finanzieren konnten und die eine nachhaltige Wirtschaftspolitik f√ľhren.

Zugangsberechtigt zum Futtertrog sind alle gesunden Schafe, welche auch schön gehorchen.

(89) Zur Sicherstellung der langfristigen Finanzierung des IWF wurden mehrere Massnahmen verabschiedet. Eine wichtige Neuerung ist, dass die Mitgliedsländer dem IWF nun gestatten, seine Anlagetätigkeiten breiter zu diversifizieren, damit eine höhere Rendite erwirtschaftet werden kann.

Spekulieren statt Sparen.

(90) Auch hielt der IWF fest, dass sich die geldpolitische Strategie der SNB während der Krise bewährt habe.

Gegenseitiges Schulterklopfen in Funktionärskreisen ist ein Akt des Reflexes.

(92) Bank f√ľr Internationalen Zahlungsausgleich. Die dritte Studie befasste sich mit der Entwicklung der Ratings von strukturierten Finanzprodukten w√§hrend der Finanzkrise und enth√§lt Vorschl√§ge, um die Glaubw√ľrdigkeit der Bewertung zu verbessern.

Statt die Bewertung ehrlich vorzunehmen, wird die Glaubw√ľrdigkeit der falschen Bewertung ‚Äěverbessert‚Äú.

(104) Die Entschädigung der Mitglieder des Erweiterten Direktoriums setzt sich aus Lohn und einer Repräsentationspauschale zusammen. Sie orientiert sich an derjenigen anderer Unternehmen ähnlicher Grösse und Komplexität im Finanzsektor und beim Bund. Auf der Basis dieses Vergleichs, insbesondere der Entschädigung der Mitglieder der Geschäftsleitungen der mittelgrossen Kantonalbanken und der Grossbetriebe des Bundes, passte der Bankrat die Entschädigung der Mitglieder des Direktoriums und ihrer Stellvertreter erstmals nach mehreren Jahren grundsätzlich an.

Grundsätzliche Anpassung. Ein Akt der sozialen Gerechtigkeit: Dr. Roth steht vor der Pensionierung und verdient als Abschiedsgeschenk diese wie und von wem auch immer beschlossene Lohnerhöhung. Die Ausschaltung eines freien Marktes wirft bekannterweise die grössten Erträge ab.

(104) Sie richtet keine erfolgsabhängigen Entschädigungen aus.

Bei knapp 20 Milliarden Verlust durch die Fehlentscheidung der Goldverk√§ufe w√§ren ja auch verlustabh√§ngige Forderungen die logische Folge. Die drei Papiergeldk√∂nige w√§ren existentiell bedroht ‚Äď soweit wollen wir es bei aller Tragik nicht kommen lassen, oder wollen Sie die wunderbare Errungenschaft der sozialen Gerechtigkeit √ľber Bord werfen?

(109) Nach der Zuweisung von 1006,9 Mio. Franken an die R√ľckstellungen f√ľr W√§hrungsreserven resultiert beim aussch√ľttbaren Gewinn ein Fehlbetrag von -5736,0 Mio. Franken. Die gem√§ss der Gewinnaussch√ľttungsvereinbarung zwischen dem Eidgen√∂ssischen Finanzdepartement (EFD) und der Nationalbank festgelegte Gewinnaussch√ľttung f√ľr das abgeschlossene Gesch√§ftsjahr betr√§gt 2500 Mio. Franken.

In Wirklichkeit handelt es sich beim Topf des aussch√ľttbaren Gewinnes um eine verdeckte Staatsfinanzierung durch die Notenpresse.

(109) Nach Abschluss dieser Verk√§ufe am 26. September 2008 verf√ľgt die SNB √ľber 1040 Tonnen Gold.

Keine erg√§nzende und erhellende Information √ľber das verliehene Gold.

(112) Währungsreserven erlauben es der Nationalbank, im Falle einer Frankenschwäche am Markt zu intervenieren.

Planwirtschaftliche Wahnvorstellung: Wenn echte W√§hrungsabverk√§ufe kommen, funktionieren Interventionen garantiert nicht mehr. Der Markt ist immer st√§rker. Einzige planwirtschaftliche "L√∂sung" wird heissen: schliessen der M√§rkte mit k√ľnstlichen Kursen, sprich Zwangskurse.

(112) Der Bedarf an Währungsreserven nimmt mit der Grösse und der Auslandverflechtung der Schweizer Volkswirtschaft zu.

Heutige Währungen sind Schulden. Dabei noch von Reserven zu sprechen, ist mutig.

(113) Der nach dieser Zuweisung verbleibende Teil des Jahresergebnisses ist aussch√ľttbarer Jahresgewinn. Aussch√ľttbare Gewinne, die den vereinbarten Aussch√ľttungsbetrag an Bund und Kantone √ľbersteigen, werden im Rahmen der Gewinnverwendung der Aussch√ľttungsreserve zugewiesen. Falls der aussch√ľttbare Gewinn f√ľr die Aussch√ľttung nicht ausreicht, wird der fehlende Betrag der Aussch√ľttungsreserve entnommen. Die Aussch√ľttungsreserve kann auch negativ werden.

Bei diesen "Gewinnen" handelt es sich um klassischen Kapitalverzehr, wie er in allen planwirtschaftlichen Ländern praktiziert wird. Hier sind kurzfristig denkende Politiker (Interessenvertreter) am Werk.

(113) F√ľr das Jahr 2008 betrug das so ermittelte aussch√ľttbare Jahresergebnis -5736,0 Mio. Franken.

Anders ausgedr√ľckt: der Jahresverlust von 5,736 Milliarden CHF wird der durch die Goldverk√§ufe angeh√§uften Kasse, genannt Aussch√ľttungsreserve, belastet. Zus√§tzlich wird diese Kasse weiter entleert, durch Zuwendungen an Bund und Kantone. Ewig wird dieser Selbstbedienungsladen nicht funktionieren. Klassischer Kapitalverzehr.

(113) Die H√∂he der j√§hrlichen Aussch√ľttung wird in einer Vereinbarung zwischen dem EFD und der SNB festgehalten.

Die politisch unabhängige SNB vertritt somit ganz klar definiert staatliche Interessen, welche leider nicht mehr zwingend den Gesamtinteressen des Landes gleichgesetzt werden können.

(113) Angesichts der stark schwankenden Ertr√§ge der Nationalbank sieht das Nationalbankgesetz eine Verstetigung der Aussch√ľttungen vor. Deshalb wird in der Vereinbarung eine Gl√§ttung der Aussch√ľttung √ľber mehrere Jahre festgelegt. F√ľr das Jahr 2008 werden 2500 Mio. Franken ausgesch√ľttet.

Wie hoch die Verluste auch sein mögen, 2500 Millionen pro Jahr werden fliessen.

(113) Am 14. M√§rz 2008 trat die neue Gewinnaussch√ľttungsvereinbarung in Kraft, nachdem diejenige vom 5. April 2002 wie vorgesehen √ľberpr√ľft worden war. Die Vereinbarung sieht f√ľr die Gesch√§ftsjahre 2008-2017 weiterhin eine j√§hrliche Gewinnaussch√ľttung von 2500 Mio. Franken vor.

Der Kapitalverzehr ist bis zum Jahre 2017 somit beschlossene Sache.

(113) Die Vereinbarung wird √ľberpr√ľft, wenn die Aussch√ľttungsreserve in einem bestimmten Gesch√§ftsjahr nach Gewinnverwendung negativ wird, sp√§testens aber im Hinblick auf die Aussch√ľttung f√ľr das Gesch√§ftsjahr 2013.

Aus gutem Grund sollte die Notenbank unabhängig von der Politik sein - dieser wichtige Umstand ist leider längst nicht mehr gewährleistet.

(114) Die Gewinnaussch√ľttungsvereinbarung enth√§lt auch eine Regelung f√ľr den Fall, dass die Aussch√ľttungsreserve negativ wird: Die Aussch√ľttung betr√§gt unver√§ndert 2500 Mio. Franken, falls die Aussch√ľttungsreserve nach Gewinnverwendung den Wert von -5 Mrd. nicht unterschreitet; sie wird reduziert, falls die entsprechende Aussch√ľttungsreserve den Wert von - 5 Mrd. Franken unterschreiten w√ľrde, und sie wird vollst√§ndig eingestellt, falls die Aussch√ľttungsreserve auch ohne Aussch√ľttung den Wert von -5 Mrd. Franken unterschreitet.

Wie man von Hochschulabgängern immer wieder etwas lernen kann: minus 5 Milliarden können immer noch als Reserven bezeichnet werden. So gesehen strotzt die ganze kreditbeladene Wirtschaft ja nur von Reserven.

(115) Die Währungsreserven der Nationalbank bestehen zum grössten Teil aus Gold (einschliesslich Forderungen aus Goldgeschäften) und aus nicht gegen Wechselkursschwankungen abgesicherten Devisenanlagen.

Auch hier: Währungen sind mit Schulden hinterlegt und können trotzdem als Reserven bezeichnet werden.

(115) Mittel- und langfristig wird ein Wachstum der Währungsreserven im Gleichschritt mit der Wirtschaftsentwicklung angestrebt.

Wie sieht es eigentlich bei einem R√ľckgang der Wirtschaftsentwicklung aus? D√ľrfen wir mit einem Schrumpfen der W√§hrungsreserven rechnen?

(149) Aus der Erf√ľllung des gesetzlichen Auftrags entstehen f√ľr die Nationalbank vielf√§ltige finanzielle Risiken. Dabei unterscheidet sie zwischen Markt-, Kredit-, Liquidit√§ts- und L√§nderrisiken. Die Nationalbank ist zudem operationellen Risiken ausgesetzt.

Was die SNB auch entscheiden mag: die Verantwortlichen haben nichts zu bef√ľrchten: Planwirtschafter haben Ideen umzusetzen, nicht Konsequenzen zu tragen.

(151) Aus Risikosicht bedeutend waren die vom Stabilisierungsfonds √ľbernommenen illiquiden Verm√∂genswerte der UBS.

Das Risiko trägt eh nur der Steuerzahler sowie der Halter der CHF-Währung.

(151) Die höheren Bestände an Forderungen aus Repo-Geschäften in Franken und US-Dollar waren dagegen praktisch risikolos.

Das kleine Risiko hat einen Namen: Papier.

(151) Mit den Swapgesch√§ften gegen Euro zur Gew√§hrung von zus√§tzlicher Frankenliquidit√§t waren ebenfalls lediglich geringf√ľgige, gut abgesicherte Risiken verbunden.

Welche erst bei einem W√§hrungsabverkauf zum Tragen kommen w√ľrden.

(151) Die Nationalbank steuert und begrenzt ihre Risiken durch einen mehrstufigen Anlage- und Risikokontrollprozess, der vom Bankrat bzw. dem Risikoausschuss des Bankrats √ľberwacht wird.

Der Glaube scheint unendlich zu sein, die SNB kann gar die Risiken steuern.

(151) Die Hauptrisiken auf den Anlagen sind die Marktrisiken, d. h. die Goldpreis-, Wechselkurs-, Aktienkurs- und Zinsrisiken. Marktrisiken werden in erster Linie durch Diversifikation gesteuert.

Das Hauptrisiko scheint wohl eher darin zu liegen, dass alle Verantwortlichen die gleiche Denkschule absolviert haben.

(151) Währungsrisiken werden nicht abgesichert.

Da eh jede hier relevante Währung letztlich zu Derivaten des US-Dollars mutiert ist.

(151) Der Einsatz von Devisentermingeschäften und Devisenoptionen dient damit nicht der Absicherung des Wechselkursrisikos gegen Franken, sondern der Erreichung strategischer oder taktischer Positionierungen in den Anlagewährungen.

Strategie und Taktik f√ľhren unsere Planwirtschafter zum Ziel. Der Glaube macht selig.

(154) Zudem besteht ein Kreditrisiko auf dem Darlehen an den Stabilisierungsfonds. Das Risiko besteht darin, dass die der Besicherung dienenden Anlagen des Fonds so stark an Wert verlieren, dass das Darlehen der SNB nicht mehr zu 100% gedeckt ist.

Sind doch schon heute nicht mehr zu 100% gedeckt, sonst könnten diese ja liquidiert werden!

(154) Das L√§nderrisiko bezieht sich darauf, dass ein Staat Zahlungen von in seinem Hoheitsgebiet domizilierten Schuldnern oder die Verf√ľgungsgewalt √ľber dort deponierte Verm√∂genswerte blockieren kann.

Sprechen die Verantwortlichen hier von Goldreserven, welche im Ausland gelagert werden?

(154) Um keine einseitigen Länderrisiken einzugehen, achtet die Nationalbank auf eine Verteilung der Vermögenswerte auf verschiedene Depotstellen und Länder.

Auch hier: obschon unser Gold in der Schweiz am sichersten wäre, ist es wahrscheinlich auf verschiedene Depotstellen verteilt worden.

(154) Eine hohe Liquidität der Devisenreserven wird durch einen grossen Bestand an liquiden Staatsanleihen in den Hauptwährungen Euro und US-Dollar erreicht. Die Liquidität der Staatsanleihen in US-Dollar sowie von deutschen und französischen Staatsanleihen in Euro war auch während der Finanzkrise gewährleistet.

Bis heute. Ob diese Liquidität auch noch gegen Ende der Krise bei einem Abverkauf beispielsweise des Dollars auch noch gewährleistet ist? Nur Planwirtschafter setzen die Vergangenheit mit der Zukunft gleich.

(159) Die Nationalbank gr√ľndete im Rahmen des vom Bund, der Eidgen√∂ssischen Bankenkommission und der Nationalbank Mitte Oktober 2008 beschlossenen Massnahmenpakets zur St√§rkung des Schweizer Finanzsystems im November 2008 die SNB StabFund Kommanditgesellschaft f√ľr kollektive Kapitalanlagen (Stabilisierungsfonds) zur √úbernahme illiquider Verm√∂genswerte von der UBS.

Besser: zur Stärkung der UBS.

(159) Diese Verm√∂genswerte wurden zum gr√∂√üten Teil zu aktuellen Fair-Values bewertet, was zu weiteren Bewertungsverlusten f√ľhrte.

Der freie Markt versagt nie! Dieser hat den Schrott der UBS richtig bewertet - den k√ľnstlichen Wert nun noch mit dem positiv besetzten Wort "Fair" auszustatten, zeigt mit was f√ľr Mitteln unsere Planwirtschafter arbeiten.

(159) Dabei ist zu ber√ľcksichtigen, dass die Fair-Values infolge der illiquiden M√§rkte stark an Aussagekraft verloren haben.

Diese hatten ja gar nie eine relevante Aussagekraft.

(159) Die unsichere Marktentwicklung lässt keine verlässliche Einschätzung zu, ob der ausgewiesene Verlust permanent ist.

Die ausgewiesene Einschätzung wird in einem verlässlichen Verlust enden.

(162) Bei den √ľbernommenen Verm√∂genswerten handelt es sich um Schuldtitel, die aufgrund des langfristigen Anlagehorizonts zu fortgef√ľhrten Anschaffungskosten bilanziert werden.

Diese "Vermögenswerte" sind möglichst lange vom freien Markt fernzuhalten - Realitätsverweigerung.

(162) Die Werthaltigkeit der Verm√∂genswerte wird vor jedem Berichterstattungsstichtag √ľberpr√ľft (Impairment Test)

Die beste Pr√ľfung w√§re der freie Markt - sogar kostenlos.

(162) Angesichts der Dominanz amerikanischer Vermögenswerte bildet der US-Dollar die funktionale Währung des Stabilisierungsfonds.

Womit der CHF indirekt noch mehr mit Dollars unterlegt ist. Damit werden wir definitiv zu einem amerikanischen Nebenland.

(163) Der Stabilisierungsfonds hat illiquide Verm√∂genswerte √ľbernommen, um diese langfristig zu verwerten. Dabei werden die fortgef√ľhrten Anschaffungskosten als Bilanzierungswert verwendet.

Solange diese nicht verkauft werden, klaffen auch keine Löcher in der Buchhaltung.

(163) Per Ende 2008 wurden Werthaltigkeitstests durchgef√ľhrt und wo n√∂tig Wertberichtigungen vorgenommen. Die Fair-Value-√Ąquivalente beliefen sich per 1. Oktober 2008 auf 16 404,5 Mio. US-Dollar und per 31. Dezember 2008 auf 11 828,8 Mio. US-Dollar. Fair-Values k√∂nnen aufgrund der illiquiden M√§rkte wesentlich von den auf dem Markt realisierbaren Preisen gegen unten oder oben abweichen.

Vor allem gegen unten …

(164) Risikobeurteilung: Die Bewertung der Aktiven wird durch unabh√§ngige Experten (Valuation Agents) unterst√ľtzt.

Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing ...

(172) Auf die Erstellung einer Mittelflussrechnung auf Konzernstufe wird verzichtet, da die SNB als Zentralbank autonom Geld schaffen kann.

Die SNB ist zu einem Alchemisten mutiert.

Noch nie in der Geschichte ist es Menschen gelungen, durch Gelddrucken echten Wohlstand zu schaffen - es wird auch diesmal nicht gelingen.

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