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04.11.2014
Verstecken lasche Bilanzierungsregeln die Kapitalzerstörung?
Autor: Prof. Antal E. Fekete

Barbarisches Relikt oder Werkzeug für das Rechnungswesen?
In dieser Hinsicht gibt es jedoch Anlass zur Sorge. Während der vergangenen 75 Jahren hat der Westen die Propagandalinie vertreten, die John Maynard Keynes zugeschrieben wird, nämlich, dass der Goldstandard ein „barbarisches Relikt“ sei – reif, verworfen zu werden. Die unangenehme Wahrheit jedoch, welche diese Propagandisten „vergassen“ zu betrachten, besteht darin, dass der Goldstandard nur für eine ordnungsgemässe Buchführung und für moralische Prinzipien steht. Es ist ein Frühwarnsystem, welche die Erosion von Kapital anzeigt. Es war nicht der Goldstandard an sich, den Politiker und Abenteurer stürzen wollten. Sie wollten bestimmte Prinzipien der Rechnungslegung und der Moral über Bord werfen, die für Banken galten, da sie ihrem Machtstreben und dessen Erhaltung im Wege standen. Historisch gesehen wurden die Prinzipien der Rechnungslegung und der Moral verworfen, noch bevor man dem Goldstandard den Gnadenstoss versetzte.
Der Angriff auf gesunde Rechnungslegungsstandards und auf den Goldstandard wurde im Jahr 1913 durch die Gründung der Federal Reserve System (FED) in den USA eingeleitet, dem Hauptmotor der Monetisierung der Staatsverschuldung. Wie jedoch die Monetisierung von Staatsanleihen zu einer bis dahin unbekannten und undenkbaren Korruption der Rechnungslegungsstandards geführt hatte ― das ist eine Frage, die noch nie von unabhängiger Stelle untersucht worden ist.

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