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22.04.2013
Die Hydra schlägt zurück
Glaubt wirklich jemand ernsthaft, die Hydra würde freiwillig Herkules jeden ihrer Köpfe zum Abschlagen hinhalten?
Autor: Prof. Antal E. Fekete

Vom Regen in die Traufe

Angeblich würde ein niedrigerer Goldpreis Bernakes Problem lösen. Die demoralisierten Goldanhänger würden gezwungen, ihre Goldbestände durch Nachschuss-Aufforderungen zu veräussern. Enttäuschte Investoren würden ihre Goldbestände abstossen und dies würde dem klammen Goldfutures-Markt das physische Gold zur Verfügung stellen, das ihn retten soll.
Tatsächlich macht jedoch ein tieferer Goldpreis das Problem noch komplizierter. Die Fed kommt dadurch vom Regen in die Traufe und dies ist auch der Punkt, der von fast allen Beobachtern und Analysten übersehen wird. Sie ignorieren die unterschwellige, ungebrochene Flucht in physisches Gold trotz oder aufgrund der Panik im Papiergoldmarkt. Die Unterstützung der Fed der Leerverkäufer wird sich aus dem folgenden einfachen Grund als Bumerang erweisen: Die Strategie der Fed ist selbst ein Widerspruch. Ein niedrigerer Preis für Papiergold macht es einfacher, nicht schwieriger, die Auslieferung der fälligen Futures-Kontrakte zu verlangen.
Je mehr Papiergold Bernanke verkauft, desto geringer sind die Kosten für den Erwerb von physischem Gold im Tausch gegen Papiergold. Der Preis des zeitlich nahesten Futures-Kontrakts wird, bezogen auf den Spotpreis, in ungeahnte Abgründe stürzen, so dass sich die Backwardation verschlimmert und nicht verbessert; schlussendlich wird sie irreversibel. Willkommen in der Welt der bleibenden Backwardation von Gold…

Wo befindet sich das deflationäre schwarze Loch?

Die Wissenschaftler und die Finanzpresse haben die Bedeutung der Backwardation von Gold auch hinsichtlich der Deflation nicht erkannt. Sie fürchten eine Hyperinflation als Folge des ungezügelten Gelddruckens (Euphemismus für die Monetarisierung von Staatsschulden). Doch die eigentliche Gefahr ist nicht die Inflation, sondern die Deflation – dies realisiert sogar Krugman – während er vollkommen ratlos ist, woher diese Deflation kommt – konservatives Wunschdenken hilft hier nicht.
Nun, ich kann Krugmann helfen, denn ich kenne die Position dieses schwarzen Lochs genau. Das deflationäre schwarze Loch befindet sich an der Constitution Avenue in Washington, DC, im Gebäude der Federal Reserve Board.
Wenn Bernanke glaubt, dass seine Angriffe auf den Goldpreis die Deflation eindämmen werden, irrt er sich gewaltig. Seine Bemühungen sind, gelinde gesagt, kontraproduktiv. Sie werden die Flucht ins physische Gold beschleunigen. Es ist die bleibende Backwardation von Gold und die damit einhergehende Renaissance des Tauschhandels, welche in die ultimative Deflation münden.

Es gibt keinen Grund zu befürchten, dass die Fed die Welt in die Hyperinflation treibt, denn durch ihren Kampf gegen den Goldpreis treibt sie uns unwissentlich in die Hyperdeflation, indem sie den Dollar, das internationale Währungssystem und den Zahlungsverkehr zerstört.

www.professorfekete.com

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