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04.06.2013
Heisse Druckerpressen, khles Gold und kalte Fakten
Teil 3
Autor: Prof. Dr. Hans J. Bocker

Auftritt der grossen Retter

Viele der Elite-Banker erhalten fr ihre ruinse Arbeit als Spekulanten, die als Nullsummenspiele keinerlei echte Werte schaffen, Boni in schwindelerregender Hhe.
Wie Taucher unter Sauerstoffmangel im trben Wasser, hat die Elite jede Orientierung und den Bezug zur Realitt verloren und wird zu immer neuen Verzweifelungstaten der Machterhaltung getrieben, begleitet von offensichtlich vlliger Orientierungslosigkeit der Wirtschaftskapitne und Politiker.

Doch wre der Gedanke wirklich abwegig, dass nmlich die Elite die von ihr bewusst erzeugte Finanzkrise benutzt, sich den langsam in Armut und Elend versinkenden Massen als die einzigartigen Grossen Retter mit dem Ruf nach viel mehr zentraler Regulierung aufzutreten? Und dabei die Wirtschaft, Finanzen und Politik der Vlker, zumindest die der westlichen Welt, unter eine global agierende zentrale Kontrolleinrichtung nach streng sozialistischem oder gar kommunistischem Vorbild mit unbegrenzten Befugnissen unter eine neue, bargeldlosen Welt-Einheitswhrung zu zwingen? Die unsichtbare Weltregierung wre dann zusammen mit einem alles abnickenden Weltparlament erfolgreich installiert. In diesem Sinne stimmt eine dem deutschen Finanzminister krzlich entschlpfte Bemerkung sehr nachdenklich: Die Erschaffung der politische Einigung Europas ist nur mit Hilfe einer Krise mglich.

Wen gibt es schon, der derlei Umtrieben wirksamen Widerstand entgegensetzen wollte? Man knickt reihenweise ein, allen voran die Schweizer Nationalbank, die als fast schon dienernder Lakai der Hochfinanz die Ankopplung an den Euro in serviler Weise katzbuckelnd verfgte, statt die Wechselkurse den Marktkrften zu berlassen. Wieder ein Stck Sozialismus pur.

Man braucht sich im brigen nur als Vertreter einer weit berlegenen Moral zu prsentieren, beispielsweise als grosser Helfer des Exports, wohl wissend, dass die Schweiz und Deutschland unter ihren einst extrem harten Whrungen zu den Exportweltmeistern avancierten. Und wohl wissend, dass starke Whrungen die Importe, beispielsweise die von Rohl, von Rohstoffen und Halbfabrikaten, von denen die Exportindustrie zu mindestens 40 % des Gesamtinputs abhngen, entsprechend verbilligen, und dies wiederum die Ausfuhren wettbewerbsfhiger macht. Oder man spielt sich als wohlmeinende Untersttzer des unbezahlbaren Sozialstaates und der allgemeinen Frsorge des Volkes auf. Wer wre denn schon gegen soziale Wohltaten und endloses frsorgliches Gutes-tun nach dem Giesskannenprinzip, getreu dem griffigen Motto: Arbeitslosigkeit fr alle, bei vollem Lohnausgleich?

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