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15.01.2013
Die Schweiz und die Währungskrise in Europa
Autor: Prof. Antal E. Fekete

Friedmans Monetarismus
Friedman leitete seine falsche Vorstellung, dass variable Wechselkurse ein gültiger Ersatz für feste, auf Gold basierende Wechselkurse seien, von monetaristischen Prinzipien ab. Diese Idee ist nicht nur falsch, sondern auch unehrlich, ja geradezu selbstmörderisch. Friedman legt nahe, dass durch variable Wechselkurse die Handelsungleichgewichte automatisch korrigiert würden. Die Währung des Defizitlandes würde dadurch abgewertet und die des Überschusslandes aufgewertet. Die Einfuhr von Gütern würde für das erstere Land teurer und würde fallen, während die Einfuhr von Gütern für das letztere Land billiger wäre und steigen würde. Der Prozess würde sich so lange fortsetzen, bis das Gleichgewicht wiederhergestellt wäre.

Der Reiz dieser „Theorie“ ist offensichtlich. Sie beinhaltet jedoch einen verhängnisvollen Irrtum, der nicht korrigiert werden kann: sie ignoriert die Veränderungen der „Terms of Trade“, das heißt, den Umfang der Einfuhren, welche die Exporte finanzieren. Das abwertende Land erleidet immer eine Verschlechterung der „Terms of Trade“, während sich die des aufwertenden Landes verbessern. Anstatt die Handelsbilanz auszugleichen, vergrössern jedoch variable Wechselkurse die Ungleichgewichte nur. Die Vorteile des abwertenden Landes sind von kurzer Dauer, sie verpuffen ebenso schnell wie die Exporte, welche die Importe finanzieren. Danach muss das Defizitland mehr, und nicht weniger für die wesentlichen Waren bezahlen. Die Defizite werden dadurch grösser und nicht kleiner. In Wirklichkeit „verschleudert“ das abwertende Land seine Ressourcen ans Ausland. Die angeblichen Vorteile einer Abwertung sind also völlig illusorisch.

Die Geschichte selbst widerlegt diese Theorie: Die Vereinigten Staaten haben seit einem halben Jahrhundert ein Handelsdefizit mit Japan. Seit 1971 hat der Dollar gemäss der friedmanschen Doktrin dreifach gegenüber dem Yen abgewertet und die USA sind hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen und finanziellen Fähigkeiten verarmt. Japan hat davon auch nicht profitiert, da die überschüssigen Mittel auf Drängen der USA auch dort investiert wurden. Danach konnte Japan die angesammelten Überschüsse nicht ausgeben, ohne eine verheerende Krise im US-Anleihenmarkt auszulösen.
Es ist erstaunlich, dass kein einziger der Ökonomen, die für die unzähligen Denkfabriken auf der ganzen Welt arbeiten, vor diesem vorhersehbaren Ergebnis warnte und dass während 40 Jahren die verschiedenen Wirtschaftskapitäne nicht bemerkten, dass sie ihr Schiff direkt in den Eisberg steuerten.

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