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Artikel, Autoren


15.01.2013
Die Schweiz und die Währungskrise in Europa
Autor: Prof. Antal E. Fekete

Risikolose Gewinne bedeuten den Kurzschluss des Systems
Die Offenmarktgeschäfte der Zentralbank, die in den frühen 1920er Jahren populär wurden, sind nicht nur ineffizient, sondern auch kontraproduktiv. Offenmarktkäufe von Anleihen durch die Zentralbank sollen eine inflationäre Wirkung haben. Allerdings ist genau das Gegenteil der Fall. Die Wirkung ist stark deflationär, da sie die risikolose Spekulation auf die Hausse von Anleihen ermöglicht. Alles was der Spekulant zu tun hat, ist, der Zentralbank zuvorzukommen. Er kauft die Anleihen zuerst. Die Zentralbank ist dagegen machtlos. Sie muss die Anleihen zu einem höheren Preis kaufen und beschert so dem Spekulanten risikolose Gewinne.

In einem freien Markt ist ein risikofreier Gewinn, der gelegentlich auftreten kann, von kurzer Dauer und hat keine Folgen, denn gewiefte Spekulanten nutzen die Gelegenheiten sofort mit dem Ergebnis, dass die Möglichkeit, einen risikolosen Gewinn zu machen, auf der Stelle verschwindet. Das ist nicht mehr der Fall, wenn die Möglichkeit, einen risikolosen Gewinn zu machen, keine Ausnahme, sondern die Folge einer beabsichtigten und angekündigten offiziellen Politik ist und die Zentralbank in den Anleihemärkten Offenmarktkäufe von Anleihen vornimmt, um die Geldmenge regelmässig und fortlaufend zu erweitern, gemäss der „theoretischen Grundlage“ der Ökonomie von Keynes und Friedman. Es ist die schlechteste Geldpolitik zur Erhöhung der Geldmenge, die jemals ausgedacht wurde. Der „Federal Reserve Act“ von 1913 verbot eine solche Politik und verhängte schwere Strafen über die Federal Reserve-Banken, wenn ihre Bilanzen offenbarten, dass Staatsanleihen als Reserven für die Erstellung von Banknoten der Federal Reserve oder als Fed-Einlagen dienten. Eine Zeitlang nahm die Federal Reserve illegal Offenmarktkäufe von Staatsanleihen vor, wodurch ein Fait accompli geschafften wurde. Der amerikanische Kongress wurde auf diese Weise gezwungen, diese Praxis im Jahr 1935 durch eine Gesetzesänderung zu legalisieren.

Die Geldpolitik der Offenmarktgeschäfte ist kontraproduktiv. Sie ist verantwortlich für einen Grossteil des Schadens, welcher der Weltwirtschaft während der Großen Depression der 1930er Jahre zugefügt wurde und wie es auch heute wieder geschieht. Dies drückt sich im Scheitern der „Quantitativen Lockerung“ aus. Spekulative Käufe von Anleihen bewirken eine fallende Zins-Struktur, die wiederum einen Rückgang des Preisniveaus auslöst, der seinerseits in Kapitalerosion, Konkursen und schnell steigender Arbeitslosigkeit mündet. Solange die Zinsen fallen, halten die Unternehmer ihre Investitionen zurück.

Die Bedrohung der Währungsstabilität
Vor dem Aufkommen der Ideen von Keynes war die Währungsstabilität eine unabdingliche Aufgabe der Geldpolitik. Der konstante Wert der Währung ist eine Voraussetzung für den Fortschritt und eine florierende Wirtschaft. Währungsschwankungen rufen nicht nur große soziale Ungerechtigkeiten hervor, sondern sie behindern auch wirtschaftliche Voraussagen ungemein. Sie erschweren die rationelle Nutzung von Produktionsfaktoren und kappen den wesentlichen Zusammenhang zwischen Arbeit und Lohn. Die Folge dieser negativen Auswirkungen auf die Wirtschaft sind offensichtlich: vorhandenes Kapital erodiert und die Anhäufung von neuem Kapital wird beeinträchtigt. Die Produktion sinkt. Währungsschwankungen sind in der Tat so zerstörerisch, dass es unverständlich ist, dass es 40 Jahre dauerte, bis man deren negativen Auswirkungen bemerkte. Die einzige Erklärung, warum dieses zerstörerische System beibehalten wurde, scheint das Monopol der Federal Reserve Banken zu sein, welche den Universitäten und anderen Denkfabriken die Forschungsagenda vorschreiben: jegliche Kritik an den Offenmarktgeschäften wird von den etablierten Wirtschaftsmedien im Keim erstickt.

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