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08.06.2009
Schweizerische Nationalbank - Geschäftsbericht 2008
Zeitdokument planwirtschaftlichen Versagens
Autor: Johannes Müller

(68) Die Nationalbank gab am 14. Juni 2007 ihre Absicht bekannt, 250 Tonnen Gold zu verkaufen. Die entsprechenden Erlöse dienten zur Aufstockung der Devisenreserven. Mit dieser Umschichtung strebte die Nationalbank eine ausgewogenere Aufteilung der Währungsreserven auf Devisen und Gold an.

Heute ausgewogen kann morgen unausgewogen heissen. Gold gegen Papier zu verkaufen, welches ohne grossen Aufwand erzeugt werden kann, ist im heutigen Papiergeldzeitalter der helle Wahnsinn. Planwirtschafter pflegen für ihre Entscheidungen nicht zu haften.

(68) Sie verfügt nach Abschluss der Verkäufe über 1040 Tonnen Gold.

Ungenaue Angabe: über 100 Tonnen davon werden separat als verliehen ausgewiesen. Was heisst übrigens verfügen - wo lagern diese 900 Tonnen heute?

Wer kann physisch auf sie greifen? Das schweizerische Festungswachtkorps oder das New York Police Department oder wer sonst? Das Parlament hat die Oberaufsicht über den Bundesrat, der Bundesrat ernennt das Direktorium der Nationalbank. Wie wäre es, wenn eine parlamentarische Kommission verlangen würde, das Gold einmal zu sehen, ohne dass die Verantwortlichen der SNB gleich einen Raubzug vermuten?

(68) Um mögliche Interessenkonflikte mit der Geldpolitik auszuschliessen, wurden nur von ausländischen Firmen begebene Unternehmensanleihen und Aktien gehalten.

Diese Aussage ist nur gültig bis zum 12. März 2009: Damals wurde diese edle Vorgabe gebrochen und mit dem Ankauf von CH-Firmenanleihen begonnen. Klassischer kann eine Parteinahme nicht ausfallen. Alle Dämme der Redlichkeit wurden damit gebrochen.

(68) Ein kleiner Teil des Goldbestandes war Ende Jahr in Form von besicherten Goldleihgeschäften ausgeliehen.

Gesichert durch Papier. Gold wird als Versicherung gegen Papierwertschwund gehalten. Etwas mehr als 10% des Goldbestandes wurde ausgeliehen. Geschieht dies wirklich im Interesse der Gesamtbevölkerung?

(68) Bei den Devisenreserven wurden zur Bewirtschaftung von Wechselkurs-und Zinsrisiken Derivative Instrumente wie Zinsswaps, Zinsfutures, Devisentermingeschäfte und Devisenoptionen eingesetzt, zur Steuerung des Aktienanteils zusätzlich auch Futures auf Aktienindizes.

Jetzt rüstet sich sogar die SNB mit finanziellen Massenvernichtungswaffen.

(70) Die Hauptrisiken auf den Anlagen sind die Marktrisiken, d. h. die Goldpreis-, Wechselkurs-, Aktienkurs- und Zinsrisiken.

Es existieren Marktteilnehmer, welche das Risiko in der zukünftigen Kaufkraft all dieser Papiergeldschwemmen orten.

(70) Die Marktrisiken werden in erster Linie durch Diversifikation gesteuert. Den Liquiditätsrisiken begegnet die Nationalbank, indem sie einen wesentlichen Teil ihrer Anlagen in den weltweit liquidesten Währungen und Anlagemärkten hält.

Heute liquid - immer liquid. Planwirtschaftliche Logik.

(70) Die bedeutendsten Risikofaktoren der Währungsreserven waren weiterhin der Goldpreis und die Wechselkurse. Währungsrisiken auf den Devisenreserven werden grundsätzlich nicht gegen Franken abgesichert.

Nominelles Denken wird in Zukunft einem Kaufkraftdenken weichen.

(72) Auch die Kreditrisiken waren gering, da die Forderungen durch erstklassige Hinterlagen gedeckt waren. Die Hinterlagen wurden zweimal täglich neu bewertet.

Wenn diese doch so erstklassig sind, wieso müssen diese zweimal täglich neu bewertet werden?

(72) Daneben wurden Portfolios von Unternehmensanleihen im Wert von rund 2 Mrd. Franken gehalten.

Klassische Parteinahme zugunsten eines Marktteilnehmers. Uebrigens sind dies in der heutigen Zeit Hochrisikopapiere.

(72) Die Goldleihe (3,3 Mrd.) enthielt kein nennenswertes Kreditrisiko; die Geschäfte waren durch Anleihen überdurchschnittlicher Bonität besichert.

Auf erstklassigem Papier gedruckt. Eine Versicherung wird ausgelehnt - Wahnsinn.

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