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08.06.2009
Schweizerische Nationalbank - Geschäftsbericht 2008
Zeitdokument planwirtschaftlichen Versagens
Autor: Johannes Müller

(85) Die Werthaltigkeitstests für die transferierten Vermögenswerte machten Wertberichtigungen im Umfang von rund 1 Mrd. US-Dollar erforderlich.

Bietet die SNB künftig auch Werthaltigkeitstests für private Portfeuilles an?

(85) Dazu kamen erhebliche Bewertungsverluste auf den noch nicht transferierten Vermögenswerten. Diese wurden zu aktuellen Fair-Values bewertet. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Fair-Values infolge der illiquiden Märkte stark an Aussagekraft verloren haben.

Spielt keine Rolle: Bewertet ist bewertet.

(85) 6.3 Förderung des Liquiditätsausgleichs zwischen den Banken: In der Folge trocknete der inländische Interbankenmarkt zunehmend aus und die Grossbanken vermochten sich nur noch sehr kurzfristig zu refinanzieren. Die Nationalbank machte die Banken auf die Gefahren dieser für den schweizerischen Finanzsektor und die Finanzstabilität unbefriedigenden Situation aufmerksam.

Und seid ihr nicht willig, den beiden Grossbanken Liquidität zur Verfügung zu stellen, so brauchen wir Gewalt.

(85) Durch Vermittlung der Nationalbank konnte noch vor Jahresende über ein Pfandbriefgeschäft eine Lösung zur Entspannung der Lage erarbeitet werden.

Neues Wort für Gewalt: Vermittlung. Diese unselige Transaktion hat in Tat und Wahrheit nun auch die bisher mehr oder weniger soliden Kantonalbanken und Raiffeisenbanken in den Strudel gezogen, denn diese mussten den beiden Grossbanken UBS und CS riesige Kredite gegen fragwürdige Sicherheiten gewähren.

(86) In ihrem Bericht über die Finanzstabilität vom Juni 2008 zog die Nationalbank erste Lehren aus der Finanzkrise. Eine der wichtigsten Schlussfolgerungen war, dass die Widerstandskraft des Schweizer Finanzsektors gestärkt werden muss.

Nochmals: Pyramidenspiele enden immer fatal.

(86) Neu müssen die beiden Grossbanken in guten Zeiten einen Eigenmittelüberschuss von mindestens 100% über das in der Bankenverordnung definierte Minimum hinaus aufweisen.

Wohlweislich wurde darauf verzichtet, dem Leser mitzuteilen, wie tief dieser Satz in Wirklichkeit ist.

(86) In guten Zeiten muss das Verhältnis zwischen Eigenmitteln und konsolidierter Bilanzsumme deutlich höher sein. Im November erliess die EBK eine entsprechende Verfügung. Die Grossbanken haben bis zum Jahr 2013 Zeit, um die neuen Vorschriften umzusetzen.

Gesetze für gute Zeiten und Gesetz für schlechte Zeiten.

(86) Die Arbeiten an der neuen Liquiditätsregulierung für die beiden Grossbanken wurden im Jahr 2008 weitergeführt. Die Turbulenzen an den Finanzmärkten machten die Dringlichkeit dieses Vorhabens deutlich. Das neue Konzept ist auf Krisensituationen ausgerichtet und basiert auf Szenarien, die von der FINMA und der SNB vorgegeben werden.

Planwirtschaftern geben Szenarien vor und richten danach ein Konzept darauf aus. Gezahlt werden solche Planspiele wie immer von der Gemeinschaft.

(87) Eine wichtige Erkenntnis aus der Finanzkrise ist, dass die Risiken im Handelsbuch der Banken mit zu wenig Eigenkapital unterlegt werden mussten und damit ein extrem hohes Mass an Verschuldung (Leverage) ermöglicht wurde.

Späte Erkenntnis ist immer noch besser als keine.

(87) Da die oben genannten Massnahmen alleine nicht ausreichen dürften, um die Stressresistenz des Finanzsystems zu erhöhen, will der Basler Ausschuss zusätzlich prüfen, wie die Kapitalpuffer im System weiter erhöht werden können.

Gratis-Tipp: Buchhaltungsregeln lockern.

(87) Damit Banken längere Stressperioden bewältigen können, müssen gemäss Basler Ausschuss auch die Liquiditätspuffer im System erhöht werden.

Pyramidenspiele sind gegen Schluss mit Stress verbunden. Da helfen auch keine Puffer.

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