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08.06.2009
Schweizerische Nationalbank - Geschäftsbericht 2008
Zeitdokument planwirtschaftlichen Versagens
Autor: Johannes Müller

Zeitdokument planwirtschaftlichen Versagens

In der Folge werden Original-Texte aus dem aktuellen Geschäftsbericht 2008 der Schweizerischen Nationalbank (SNB) wiedergegeben. Diese sind kursiv gehalten. Die Zahl in Klammern am Anfang der Texte bezieht sich auf die Seitenzahl im Jahresbericht. Der angebrachte Kurzkommentar soll alle interessierten Mitmenschen zum Nachdenken anregen und aufzeigen, dass nicht die freie Marktwirtschaft (Kapitalismus) versagte, sondern einmal mehr in der Geschichte die Planwirtschaft!

(4) Das Jahr 2008 stellte die Verantwortlichen für die Wirtschaftspolitik und ganz besonders die Zentralbanken vor grosse Herausforderungen.

Offiziell mögen diese Entscheidungsträger "Verantwortliche" genannt werden, in Wirklichkeit sind Notenbanker klassische Funktionäre eines Systems: für den riesigen Schaden ihrer planwirtschaftlichen Entscheidungen werden sie wohl nie haften müssen, da die Mehrheit der mit der Beschaffung ihres Lebensunterhaltes beschäftigten Bevölkerung sich nicht die Zeit nehmen kann, Ursache und Wirkung detailliert zu analysieren.

(4) In der ersten Jahreshälfte stand noch der Anstieg der Inflation, hervorgerufen vor allem durch stark steigende Rohstoff- und Energiepreise, im Vordergrund.

Ursache und Wirkung werden verwechselt. Da jeder Oekonom wissen sollte, dass Inflation ein rein monetäres Phänomen ist, muss davon ausgegangen werden, dass die SNB mit solchen Aussagen die Mitbürger mutwillig falsch informiert, exakt wie dies vor 2000 Jahren die römischen Herrscher bereits zu tun pflegten.

(4) Gleichzeitig setzten sich aber die Verwerfungen an den internationalen Finanzmärkten fort, die im Vorjahr am amerikanischen Hypothekenmarkt ihren Anfang genommen hatten.

Die so genannten Verwerfungen sind nicht Ursache, sondern die Folge einer auf einem klassischen Schneeballsystem aufgebauten Geldwirtschaft, die ihren Anfang mit der Gründung der Fed sowie allen andern Zentralbanken der Welt genommen hat.

(4) Die Zentralbanken mussten deshalb in vielen Ländern und teilweise auch international koordiniert ausserordentliche Massnahmen ergreifen, um die Liquiditätsversorgung des Finanzsystems aufrechtzuerhalten.

Ausserordentliche Massnahmen heisst: koordiniert (planwirtschaftlich) Märkte manipulieren und mit staatlichem Schwundgeld fluten.

(7) Im Herbst 2008 spitzte sich die Krise an den Finanzmärkten bedrohlich zu. Um einen Zusammenbruch des Finanzsystems zu verhindern, ergriffen Regierungen und Zentralbanken umfassende Stützungsmassnahmen.

Gemäss Gesetz ist die SNB aus gutem Grund offiziell regierungsunabhängig, denn wohin sich alle Regierungen bewegen, sobald diese die Herrschaft über die Druckerpressen erlangt haben, ist geschichtlich mehrfach bewiesen. Stützen heisst übrigens nicht heilen.

(8) Bis August zog die Inflation als Folge der Preishausse an den Rohstoffmärkten und der hohen Auslastung der Wirtschaft kontinuierlich an.

Auch hier: Ursache und Wirkung werden mutwillig verwechselt!



(8) Anfang Oktober beteiligte sich die Nationalbank an einer koordinierten Lockerung der Geldpolitik verschiedener Zentralbanken.

Gelockerte Geldpolitik heisst nichts anderes als die Ausschaltung eines durch freie Marktkräfte ermittelten Zinses. Wer immer noch glaubt, wir befinden uns in einer Gesellschaftsordung des freien Marktes, sollte spätestens hier den wahren Verursacher der Krise ausmachen: planwirtschaftliches Eingreifen der Zentralbanken zugunsten Sonderinteressen (Politik).

(8) In den folgenden Wochen zeigte sich, dass sich die Lage der Weltwirtschaft stärker eintrübte als angenommen und die Rezessionsgefahr in der Schweiz stieg.

Inwiefern haften diese von der Allgemeinheit besoldeten Oekonomen eigentlich für Ihre Falscheinschätzung? Müssen sie gar fürchten, deswegen auf den freien Markt geworfen zu werden, wo sie sich als Regenmacher in afrikanischen Steppendörfern oder als Wahrsager in Mittagsshows bei Privatsendern bewerben müssen?

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